Vatikan

Papstwahl: Schwarzer Rauch über der Sixtinischen Kapelle

Beim Konklave im Vatikan haben sich die 133 Kardinäle im ersten Wahlgang nicht auf einen neuen Papst einigen können. Wie gehts jetzt weiter?

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Schwarzer Rauch quillt aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle während des Konklaves zur Wahl eines neuen Papstes im Vatikan.

Schwarzer Rauch quillt aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle während des Konklaves zur Wahl eines neuen Papstes im Vatikan.

© AP/dpa

Die Kardinäle haben im ersten Wahlgang keinen neuen Papst gewählt. Nach der ersten Abstimmungsrunde im Konklave stieg am Mittwochabend schwarzer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle im Vatikan auf. Die nächsten Abstimmungen sind nun für Donnerstag geplant. Die wahlberechtigten Kardinäle treffen sich nach Angaben des Vatikans gegen 10.30 Uhr römischer Zeit erneut in der Kapelle, um ihre Stimmen für die Wahl abzugeben.

Gut zwei Wochen nach dem Tod von Papst Franziskus hatte am Mittwoch das Konklave zur Wahl eines neuen Oberhauptes der katholischen Kirche begonnen. Die wahlberechtigten Kardinäle zogen am Nachmittag in die Sixtinische Kapelle in Rom ein und legten den Eid ab - danach wurde die Tür hinter ihnen verschlossen.

Die 133 Kardinäle, die an der geheimen Papstwahl teilnehmen dürfen, werden so lange abstimmen, bis der 267. Papst in der Geschichte der katholischen Kirche gefunden ist.

Schon im Vorfeld hatte niemand damit gerechnet, dass sofort ein neuer Pontifex gewählt wird. Nur bei einer Zweidrittelmehrheit - also mindestens 89 Stimmen - ist der Rauch weiß. Das könnte dauern. Ist es so weit, wird vom Balkon des Petersdoms aus verkündet: Habemus Papam (Wir haben einen Papst). Dann zeigt sich das neue Kirchenoberhaupt der Öffentlichkeit.

Drei deutsche Kardinäle wählen mit

Wie lange man auf diesen Augenblick warten muss, weiß im Augenblick noch niemand. Seit den 1960er Jahren dauerten die Konklaven stets nur zwei oder drei Tage. Dieses Mal gibt es allerdings nicht wenige, die mit einem längeren Zeitraum rechnen. Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller (77) sagte der Deutschen Presse-Agentur, er habe sich seinen Koffer für „fünf, sechs Tage“ packen lassen. „Man muss schon vorbereitet sein. Aber jeder hofft natürlich, dass es nicht so lange dauert. Jeder will nach Hause.“

Vatikanstadt: Menschen stehen am Mittwochabend auf dem Petersplatz.

Vatikanstadt: Menschen stehen am Mittwochabend auf dem Petersplatz.

© Marijan Murat/dpa

Dieses Konklave ist das größte in der Geschichte der katholischen Kirche. Der am Ostermontag verstorbene Papst Franziskus hatte wenige Monate vor seinem Tod noch so viele neue Kardinäle ernannt, dass die eigentlich vorgesehene Höchstzahl von 120 Wahlberechtigten überschritten wird. Als Folge davon musste die Sitzordnung in der Sixtinischen Kapelle angepasst werden.

Die Kardinäle sind bis zur Wahl des neuen Papstes von der Öffentlichkeit abgeschnitten. Es findet zunächst am Mittwochabend ein erster Wahlgang statt. Gibt es für niemanden die erforderliche Mehrheit, finden an den Folgetagen immer vor- und nachmittags jeweils zwei Wahlgänge statt.

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