Ein Polizist ist bei einer Messerattacke nahe der Champs-Élysées im Zentrum von Paris verletzt worden. Wie Innenminister Gérald Darmanin mitteilte, sei der Beamte vom Sicherheitspersonal eines Geschäfts zur Hilfe gerufen worden, woraufhin es zu dem Angriff kam.
Wie die Zeitung Le Parisien unter Verweis auf die Polizei berichtete, sei der Angreifer zunächst dem Personal eines Luxusgeschäfts aufgefallen, weil er mit einem Messer herumlief. Als Beamte den 27-Jährigen kontrollieren wollten, habe dieser sich geweigert, den Inhalt seiner Tasche zu zeigen und habe auf den Beamten eingestochen. Ein anderer Beamte habe den Angreifer sofort niedergeschossen und mit einem Schuss in den Bauch lebensgefährlich verletzt. Die Umgebung wurde weiträumig abgesperrt.
Erhöhtes Sicherheitsaufkommen in Paris
Am Mittwochabend raste ein Auto in ein Pariser Café. Dabei wurde ein Mensch getötet und sechs weitere Personen verletzt. Der Fahrer sei zu Fuß geflohen und der Beifahrer festgenommen worden. Dieser habe unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen gestanden, berichteten mehrere Medien unter Verweis auf die Polizei.
Erst am Montag hatte ein psychisch kranker Mann einen Soldaten einer Anti-Terror-Einheit im Pariser Bahnhof Gare de l'Est mit einem Messer verletzt. Im Vorfeld der Olympischen Spiele, die am 26. Juli beginnen, haben Polizei und Militär ihre Präsenz in Paris massiv verstärkt. Auch abseits des Stadtzentrums sind Beamte und Streitkräfte im Einsatz.
Innenministerin Nancy Faeser (SPD) kündigte am Donnerstag an, dass es ab dem Wochenende vorübergehende Grenzkontrollen an der deutschen Grenze zu Frankreich geben wird. Wegen der bevorstehenden Olympischen und Paralympischen Spiele ordnete die Innenministerin an der deutschen Landgrenze sowie im Flugverkehr zu Frankreich Binnengrenzkontrollen an und meldete dies auch auf EU-Ebene. Die Maßnahmen sollen vom 20. Juli bis 30. September gelten.
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