Parkplatz statt Neubau

Erster Abriss am Alex

Uwe Aulich
2 Min

Am Alexanderplatz verschwindet das erste Bürohaus aus der DDR: Die TLG Immobilien GmbH reißt den ehemaligen Ministeriumssitz in der Karl-Liebknecht-Straße 32 zwischen der Innova-Filiale und der Wadzeckstraße ab. Morgen wird die erste Betonplatte mit Hilfe eines Krans demontiert. Bis Oktober soll das Bürohaus weg sein, die benachbarte Repräsentanz von Vattenfall bleibt stehen.Wie TLG-Niederlassungsleiter Hans Jürgen Biet sagt, werde jetzt die Fläche für einen Neubau frei gemacht, der nach dem Masterplan für den Alexanderplatz des Architekten Hans Kollhoff errichtet werden soll. Das alte Gebäude steht seit Monaten leer, neue Mieter konnte die TLG nicht finden. Aus wirtschaftlichen Gründen hat sie sich deshalb für den Abriss entschieden.Das neue Büro- und Geschäftshaus mit rund 25 000 Quadratmeter Fläche soll bis zu 32 Meter hoch werden. Investoren oder Mieter für das 60 Millionen Euro teure Projekt gibt es allerdings noch nicht. "Wir suchen ein bis zwei Großnutzer", sagt TLG-Sprecher Olaf Willuhn. Der Standort am Alexanderplatz und die gute Verkehrslage sprächen für das Projekt.Bis zu einem Baubeginn will die TLG das Gelände befestigen und als Parkplatz nutzen. Ob der Parkplatz einem privaten Betreiber zur Bewirtschaftung übergeben wird, hat die TLG noch nicht entschieden. Diese Zwischenlösung ist allerdings umstritten, weil es in unmittelbarer Nähe ein Parkhaus und einen großen Parkplatz gibt. (ua.)

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema