Parteitag

Brandenburgs Piraten machen mobil

Vom Schutz der Privatsphäre, über Bürgerrechte bis zu Natur- und Energiepolitik reichen die Themen: Mit Blick auf die Brandenburger Landtagswahlen im kommenden Jahr will die Piratenpartei ihr Profil stärken.

BLZ
2 Min
Mitglieder der Brandenburger Piratenpartei halten beim Landesparteitag der Piratenpartei Brandenburg in Luckenwalde Stimmzettel hoch. Beim siebten Landesparteitag sollen Punkte für das Wahlprogramm zu kommenden Landtagswahl beschlossen werden.

Mitglieder der Brandenburger Piratenpartei halten beim Landesparteitag der Piratenpartei Brandenburg in Luckenwalde Stimmzettel hoch. Beim siebten Landesparteitag sollen Punkte für das Wahlprogramm zu kommenden Landtagswahl beschlossen werden.

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Die Piraten sprachen sich unter anderem gegen eine Überwachung des öffentlichen Raums, Videoüberwachung bei Demonstrationen oder eine automatisierte Kennzeichenerfassung aus, wie es in einer Mitteilung hieß. Außerdem lehnten sie den Einsatz von Körperscannern an Flughäfen und von Staatstrojanern ab. Die 116 anwesenden Piraten behandelten alle 111 eingereichten Anträge; 79 Anträge wurden nach teils umfangreicher Diskussion angenommen.
Auf energiepolitischem Gebiet lehnte der Parteitag beispielsweise die Anwendung der umstrittenen CCS-Technologie ab, ebenso den weiteren Ausbau des Braunkohletageabbaus. Planungsprozesse zum Windstrom sollten so geändert werden, dass die Betroffenen stärker Einfluss nehmen können.

Der Bildungshaushalt des Landes solle in der kommenden Wahlperiode um mindestens zehn Prozent aufgestockt werden. Auch sollte die Verbeamtung von Lehrern aufhören.
Die Piraten stimmten unter anderem für die Einführung eines unabhängigen Polizeibeauftragten, für eine stärkere Prävention gegen Rechtsextremismus und die Abschaffung des Landesamtes für Verfassungsschutz. Die Sperrklausel bei Landtagswahlen sollte auf drei Prozent gesenkt werden, um auch kleineren Parteien eine Chance zu geben.

Auf dem nächsten Landesparteitag am 18. und 19. August in Eberswalde (Barnim) soll ein neuer Landesvorstand gewählt werden. (dpa)

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