Am Brandenburger Tor fand das größte Neujahrsfest statt. Mehrere hunderttausend Menschen feierten dort unter freiem Himmel. Viele von ihnen haben sich für diesen erfreulichen Anlass verkleidet, leuchtende Cowboyhüte, Zipfelmützen oder neonfarbene Hasenohren aufgesetzt. Dicht gedrängt standen sie da bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Hinzu kam Nieselregen. Weil es so voll war, wurde bereits gegen 21 Uhr keiner mehr aufs Gelände gelassen. Die Terrorwarnung aus München habe dabei keine Rolle gespielt, hieß es vom Veranstalter, es sei einfach zu voll gewesen.
Hunderttausende begrüßten bei der Silvesterparty am Brandenburger Tor das Jahr 2016.
© dpa Lizenz
Um Mitternacht erleuchtete ein achtminütiges Feuerwerk mit mehreren tausend Effekten den Himmel über dem Brandenburger Tor.
© AP Lizenz
Kurz vor Mitternacht bejubelten die Besucher die wiedervereinigte 90er-Jahre-Boyband Caught in the Act.
© dpa Lizenz
Auch die Polizei zog ein positives Fazit, bevor sich die Festmeile gegen 1 Uhr leerte.
© dpa Lizenz
Viele Besucher waren nach stundenlangem Nieselregel durchnässt.
© dpa Lizenz
Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt strömten Berliner sowie Touristen aus dem Bundesgebiet und aus aller Welt zum Brandenburger Tor.
© dpa Lizenz
Am Neujahrsmorgen kehren 600 Mitarbeiter der BSR den Müll zusammen.
© dpa Lizenz
Wie in den vergangenen Jahren galt auf der Partymeile ein Böller- und Raketenverbot. Großen Taschen und Rucksäcke durften dieses Mal nicht mitgebracht werden.
© REUTERS Lizenz
Viele Menschen, die aus ganz Deutschland, aber auch England, Japan oder anderen Ländern angereist sind, versuchten die Kälte durch Glühwein zu überlisten. Oder aber indem sie zur Bum-Bum-Techno-Musik tanzten.
Weitestgehend friedlich
Dabei kam es auch zu unglücklichen Szenen: Als beispielsweise die schwedische Techno-Gruppe Rednex ihren Hit „Cotton Eye Joe“ darbot und alle auf der Bühne zum Takt wild herum hüpften, da machten ihnen das auch viele aus dem Publikum nach. Und so kam es öfter mal vor, dass sich Menschen gegenseitig anrempelten und Bier- oder Glühweinbecher überkippten. Glücklicherweise aber blieben die Überschütteten zumeist ruhig, selten kam es zu Streitereien. Lediglich 27 Personen mussten durch Feuerwehr und das DRK ins Krankenhaus gebracht werden.
Auseinandersetzungen aber gab es. Dann wurden Security-Mitarbeiter tätig, die besonders auffällige Menschen, meistens betrunkene Männer, vom Gelände abführten. Einige, die das Gelände verlassen mussten, wehrten sich dabei mit allem, was sie zu bieten hatten. Diese wurden dann regelrecht vom Gelände gezogen, durch Regen- und Bierpfützen.
Es gab aber auch genügend Schmuse-Musik, bei der sich die Menschen aneinander schmiegten und dabei gelegentlich liebevoll in den Hintern kniffen. Dann der Countdown. Dann das Feuerwerk. Hunderttausende wünschten sich alles Gute. Im Anschluss verließen sie das Gelände, drängten sich in die S- und U-Bahnen oder fuhren mit dem Taxi nach Hause. Oder aber zur nächsten Party.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de