Nachruf

Ins Krebsland geholt: Zum Tod des großen amerikanischen Erzählers Paul Auster

Seit der New-York-Trilogie geben die vielschichtigen, oft biografisch inspirierten Romane Paul Austers Einblick in das Leben in den USA. Jetzt ist der Autor mit 77 Jahren gestorben. Ein Nachruf.

7 Min
Paul Auster (1947–2024) bei einer Vorstellung seines Romans „4321“ in Madrid

Paul Auster (1947–2024) bei einer Vorstellung seines Romans „4321“ in Madrid

© I. P. Gandul/imago

Als im November vergangenen Jahres Paul Austers Roman „Baumgartner“ erschien, wusste man so gut wie selten zuvor bei einem Autor, unter welchen Bedingungen das Buch entstanden war. Denn seine Frau Siri Hustvedt veröffentlichte ein halbes Jahr zuvor auf Instagram die Nachricht, dass Paul Auster an Krebs erkrankt sei und sich einer Chemotherapie und begleitenden Behandlungen unterziehe. Dann meldete sie sich noch einmal und schrieb, er werde einen „kleinen Roman“ veröffentlichen. Das war „Baumgartner“ – ein Werk aus der Zeit des Kampfes um seinen angegriffenen Körper.

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