„Ein zusätzlicher arbeitsfreier Tag in Berlin würde allerdings eine spürbar geringere Wirtschaftsleistung bedeuten. Soll es dennoch einen weiteren Feiertag geben, plädieren die Unternehmen für eine gemeinsame Lösung mit Brandenburg“, sagte Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg.
Laut Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz habe das Reformationsjubiläumsjahr 2017 gezeigt, dass es bei der Reformation um gesamtgesellschaftliche Fragen gehe. „Es wurde weit über die Kirchen hinaus mit großer Akzeptanz gefeiert“, so Dröge.
Neuer Feiertag in Berlin: Kirche und Arbeitgeber für Reformationstag
Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) hatte im Frühjahr einen zusätzlichen gesetzlichen Feiertag angekündigt. Die Koalition aus SPD, Grünen und Linken konnte sich bislang aber nicht auf ein Datum verständigen. Berlin gehört zu den Bundesländern mit den wenigsten arbeitsfreien Feiertagen. Aktuell sind es 9, in Bayern dagegen 13 Feiertage.
Unter anderem war über den Weltfrauentag am 8. März als neuen Feiertag diskutiert worden. Regierungschef Müller hatte auch den 18. März als Erinnerung an die Märzrevolution 1848 ins Spiel gebracht. Die Linken favorisieren den 8. Mai als Tag der Befreiung von der Nazi-Diktatur. Berlins Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Tom Sello, hat sich für den 9. November als Feiertag in Berlin ausgesprochen. (dpa)
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