Mit hängenden Köpfen und die Hände auf die Knie gestützt standen die Füchse letztlich in der Max-Schmeling-Halle. Kraftlos, enttäuscht, ohne Chance verloren die Berliner das Spiel gegen den TVB 1898 Stuttgart mit 25:30 (12:17).
Die Schwaben waren hochmotiviert nach Berlin gereist. „Wir wussten von der personellen Situation der Füchse und haben natürlich gehofft hier etwas mitzunehmen.“, erklärte Trainer Jürgen Schweikardt. Für seinen Gegenüber Velimir Petkovic war es ein Aufeinandertreffen mit vier seiner alten Schützlinge aus Göppinger Zeit. Darunter Ziehsohn „Mimi“ Kraus, der zuletzt 18 Tore in einem Spiel warf. „Er ist einer von meinen Lieblingsspielern. Vielleicht hat er ja einen schlechten Tag.“, scherzte Petkovic im Vorfeld. Den Gefallen tat ihm der 35-Jährige allerdings nicht. Mit 11 Toren und zahlreichen Assists trieb er seine Mannschaft immer wieder nach vorne und schließlich auch zum Sieg.
Feldtor erst nach zwölf Minuten
Die Füchse kamen dabei schwer ins Spiel und konnten erst in der 12. Minute das erste Feldtor erzielen, als Hans Lindberg nach zwei Treffern vom Strich das 3:4 erzielte. Zuvor waren die Berliner immer wieder am gegnerischen Torwart Johannes Bitter gescheitert und hatten sich an der robusten Stuttgarter Abwehr aufgerieben. Allerdings fehlte es dem Angriffsspiel an Schnelligkeit und Kreativität.
Niedergeschlagen: Lennart Gliese tröstet Frederik Simak.
© imago/Bernd König
Petkovic stellte darauf die Offensive um und spielte mit zwei Kreisläufern. Dadurch hatten die Rückraumspieler mehr Platz und Jacob Holm konnte nach Durchbrüchen auch punkten. Doch den Gästen gelang es wiederholt Fehler auszunutzen und mit Tempogegenstößen leichte Tore zu erzielen. Im Positionsangriff waren die Stuttgarter ebenfalls effektiver als die Hausherren. Die Defensivumstellung mit Youngster Tim Matthes auf der Spitze blieb erfolglos, auch weil die Berliner Schlussmänner nichts zu fassen bekamen. Nicht so auf der anderen Seite. In seinem 500. Bundesliga-Spiel glänzte Johannes Bitter mit zwölf Paraden.
Viel Kraft und Kampf
In der zweiten Halbzeit verringerten die Berliner mit viel Kraft und Kampf den Vorsprung der Gäste und kamen in der 45. Minute sogar noch einmal auf zwei Tore heran. Die 7131 Zuschauer im Fuchsbau pushten das Team nach vorne und zwischenzeitlich schien ein Punktgewinn wieder möglich.
Held dieser Phase war Lennart Gliese, der aus der zweiten Mannschaft aufgerückt war und aus dem Rückraum 3 Tore besteuerte. Doch weder er, noch Jacob Holm, der mit sieben Treffern bester Werfer bei den Füchsen war, konnten das Unglück abwehren. „Wir haben nicht in unseren Rhythmus gefunden. Unsere Abwehr war nicht stark genug. In Zukunft müssen wir da bessere Lösungen finden. Das können wir besser.“ erklärte Holm nach Spielende.
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