Theaterkritik

Phrasen am Unglückspool: Corinna Harfouch in dem neuen Stück von Noah Haidle

Anna Bergmann macht aus der Uraufführung von Noah Haidles Drama „Spirit and the Dust“ eine effektsatte Psycho-Comedy mit Musical-Touch um Corinna Harfouch.

Doris Meierhenrich
Doris Meierhenrich
3 Min
Wiebke Mollenhauer und Corinna Harfouch (v.l.) in „Spirit and the Dust“ von Noah Haidle

Wiebke Mollenhauer und Corinna Harfouch (v.l.) in „Spirit and the Dust“ von Noah Haidle

© Eike Walkenhorst

Es sind schon gut zwei Stunden vergangen, da steht Corinna Harfouch tropfnass in dem riesigen Swimmingpool, der im Deutschen Theater allerdings nur die Tiefe eines Planschbeckens hat, und erzählt in kurzen, brüchigen Sätzen das ganze Drama ihrer Geschichte. Es ist das Drama der Hope Foster, die sich vor zwanzig Jahren einen fatalen Moment lang nicht um das gefährliche Spiel ihrer Tochter an eben diesem Pool kümmerte, stattdessen dem defekten Wäschetrockner all ihre Aufmerksamkeit widmete und so nicht merkte, wie ihr Kind zusammen mit dem Nachbarsjungen unter der Pool-Abdeckung ertrank.

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