Energieversorgung

Pipeline-Leck in der Ostsee: Verteidigungsminister Pistorius „beunruhigt“

Pistorius berät sich im Kreis der engsten Verbündeten über das am Sonntag entdeckte Leck. Nach Einschätzung von Finnland ist es durch Einwirkung von außen entstanden.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius

© Political-Moments/imago

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat sich angesichts der ersten Ermittlungsergebnisse zu den Beschädigungen an einer Ostsee-Gas-Pipeline und an einem Kommunikationskabel besorgt gezeigt. „Die Informationen, die ich habe, sind beunruhigend“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstagmorgen am Rande eines Nato-Treffens in Brüssel. Wie nun weiter vorgegangen wird, wolle man im Kreis der Verbündeten in aller Ruhe besprechen, sagte Pistorius und äußerte sich nicht weiter. 

Die Betreibergesellschaften der Pipeline Balticconnector hatten am Sonntag einen plötzlichen Druckabfall in der Leitung bemerkt. Der Gastransport wurde daraufhin unterbrochen, seitdem ist die Leitung außer Betrieb. Die Pipeline verläuft auf einer Länge von rund 150 Kilometer zwischen Inkoo in Finnland und Paldiski in Estland durch den Finnischen Meerbusen im östlichen Teil der Ostsee. Der betroffene Offshore-Abschnitt im Meer ist gut 77 Kilometer lang. Finnland geht davon aus, dass die Schäden wahrscheinlich durch äußere Einwirkung verursacht wurden. Bei dem Kabel geht es um eine Datenverbindung.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte am Mittwoch gesagt, es komme nun darauf an herauszufinden, was genau passiert sei und wie dies habe passieren können. Falls sich herausstellen sollte, dass es sich um einen vorsätzlichen Angriff auf kritische Infrastruktur der Nato gehandelt habe, wäre dies ernst. In dem Fall werde es eine vereinte und entschlossenen Reaktion der Nato geben, sagte er.

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