Geruch nach Urin und Kot sowie Müll und Verwahrlosung: Seit Jahren gibt es immer wieder Beschwerden über Verelendung am S- und U-Bahnhof Pankow. Rund um den Bahnhof ist es dreckig und stinkt an vielen Tagen noch übler als an anderen Bahnhöfen, die Berliner Zeitung berichtete. Es fehlt eine öffentliche Toilette.
Nach Angaben des Bezirks sei auf öffentlichen Flächen für eine Toilettenanlage nicht ausreichend Platz vorhanden. Eine bis 2020 existierende City-Toilette am Bahnhof wurde abgebaut. Laut Senatsverwaltung sei eine neue „Berliner Toilette“ aus unterschiedlichen Gründen nicht umsetzbar gewesen. Als Gründe werden genannt: umfangreiche unterirdische Anlagen, geringe Randstreifenbreiten sowie Denkmalschutzbereiche.
S- und U-Bahnhof Pankow: Diese Maßnahme ergreift der Bezirk
Der Bezirk will nun andere Maßnahmen ergreifen, um die Situation am Bahnhof zu verbessern. „Wir haben die Help-Stiftung gebeten, den Bahnhof Pankow in das Programm aufzunehmen“, bestätigt eine Sprecherin der Pankower Sozialstadträtin Dominique Krössin auf Anfrage. In Zukunft sollen also wieder Sozialarbeiter am Bahnhof tätig sein.
Die Help-Stiftung hat es sich laut Website zur „Aufgabe gemacht, sich den Folgen der Armut, wie wir sie in Berlin täglich erleben, zuzuwenden und den Betroffenen nachhaltig herauszuhelfen“. Wie die Sprecherin mitteilt, wird die Help-Stiftung bei ihrer Arbeit auch durch Zuwendungsmittel gefördert.
Zuerst berichtete die Morgenpost. Demnach hatten Sozialarbeiter schon ab dem Jahr 2019 rumänische Obdachlose auf dem Bahnhofsvorplatz in Pankow betreut. Darüber hinaus boten Betreuer seit dem Frühjahr 2023 wohnungslosen und suchtkranken Menschen am Bahnhof Hilfe an. Seit dem Herbst 2024 habe man jedoch keine hilfsbedürftigen Personen mehr angetroffen. Das Angebot am S- und U-Bahnhof Pankow wurde daraufhin reduziert.
Nun sollen die Experten der Help-Stiftung erneut eingesetzt werden, um etwa eine allgemeine Sozialberatung anzubieten oder auch Kleidung zu spenden und Getränke und Speisen zu verteilen.
„Pankow ist asozial gemacht worden“: Gestank und Frust am U-Bahnhof – Bezirk sieht keine Lösung
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