Gleich zweimal Ärger in Tempelhof. Anwohner berichten, dass Parkplätze wegfallen, weil das Bezirksamt dort Poller und Parkscheinautomaten aufstellen lässt. „Diese Entscheidung ist nicht nur unpraktisch, sondern auch ideologisch einseitig gegen Autofahrer gerichtet“, sagt der CDU-Abgeordnete Frank Luhmann. Auch um den nicht weit entfernten Tempelhofer Damm gibt es Streit. Auf dem Mittelstreifen will der Senat 60 gerettet geglaubte Bäume abholzen lassen, damit Autofahrer während Bauarbeiten keinen Umweg fahren müssen, kritisieren Bezirksstadträtin Saskia Ellenbeck (Grüne) sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
Ab Ende März soll das Parken in weiteren Bereichen des Bezirks Tempelhof-Schöneberg Geld kosten. Geplant ist, dass dann die neuen Parkraumbewirtschaftungszonen 90 (St.-Josef-Krankenhaus) und 91 (Manfred-von-Richthofen-Straße) eröffnet werden. „Damit wird die letzte Lücke innerhalb des S-Bahn-Rings in Tempelhof-Schöneberg geschlossen“, teilte das Bezirksamt mit. Anwohner brauchen einen Parkausweis. Zu den gebührenpflichtigen Zeiten müssen auch Besucher zahlen – etwa am Automaten.
Mobilität
Großer Ärger in Tempelhof: Parkscheinautomaten auf Parkplätzen – und ein Baummassaker
CDU und Anwohner schlagen Alarm: Parkraum geht verloren. Auch die Grünen und der Umweltverband BUND ärgern sich: 60 Straßenbäume sollen fallen.
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Bis vor kurzem durfte auch hier ein Auto parken. Nun sperren Poller an der Ecke Boelckestraße/ Hessenring den Bereich ab, in dem ein Parkscheinautomat stehen soll. Der CDU-Abgeordnete Frank Luhmann (l.) und der CDU-Bezirksverordnete Daniel Dittmar schauen sich die Situation an.
© Frank Luhmann