Fakes

Designer-Fälschungen: Warum plötzlich jeder eine Plastik-Birkin tragen will

Warum offensichtliche Designer-Fakes für viele heute attraktiver sind als das Original – und was das über den Wandel unseres Luxusverständnisses verrät.

4 Min
Eine originale Birkin 30 in cognacfarbenem Leder mit goldener Hardware: ein Design, das nun auch in Plastik kopiert wird.

Eine originale Birkin 30 in cognacfarbenem Leder mit goldener Hardware: ein Design, das nun auch in Plastik kopiert wird.

© Zoonar/Imago

Vergangene Woche stolperte ich in den sozialen Medien über die sogenannte Jelly Firkin: eine Tasche, die der berühmten Birkin Bag von Hermès nachempfunden ist – inklusive Touret-Verschluss, Clochette und Hängeschloss. Statt aus exklusivem oder teils exotischem Leder gefertigt, besteht sie aus milchigem, elastischem TPU-Kunststoff und kommt in Pastelltönen daher.

Während das Original als Inbegriff elitärer Exklusivität gilt, dessen Erwerb oft jahrelange Boutique-Treue und den Eintrag auf Wartelisten voraussetzt, liegt die „Firkin“ nur wenige Klicks entfernt und kostet einen Bruchteil des Originals. Angeboten wird sie auf Webseiten, denen ein Impressum und eine erkennbare Unternehmensstruktur fehlen.

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