Der mögliche Ampel-Bruch beschäftigte am Mittwoch das politische Berlin. In Reihen der FDP wollte man sich vor der finalen Sitzung - am Abend tagte der Koalitionsausschuss - noch nicht so recht festlegen. Unter der Hand heißt es aber, dass ein Fortbestand der Ampel-Regierung vor allem auch davon abhänge, ob SPD und Grüne mit Blick auf das Papier von Finanzminister Christian Lindner zu Kompromissen bereit seien. Nicht zuletzt die Wahl in den USA hätte gezeigt, dass wirtschaftliche Unzufriedenheit zu einem bestimmten Wählerverhalten führen könnte.
„Und zwei Jahre in Folge mit negativem Wirtschaftswachstum sind halt nicht hinnehmbar im Sinne von wir machen mal bisschen was, aber wurschteln sonst einfach so weiter“, pocht ein Abgeordneter der Liberalen im Gespräch mit der Berliner Zeitung auf eine Kursänderung der Regierung. Spannend: Zu einer Prognose, ob die Regierung platzt oder nicht, dazu möchte man sich auch inoffiziell nicht locken lassen.
Ampel-Krise
Platzt die Ampelkoalition, oder geht es weiter? Diese Spekulationen kursieren im politischen Berlin
Der Koalitionsausschuss tagt am Abend, ein Ende der Zweckehe zwischen SPD, Grünen und FDP scheint möglicher denn je. Wie schätzen Koalitionspolitiker ihre Lage selbst ein?
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Die Ampel-Regierung steht vor entscheidenden Stunden.
© Bernd Weißbrod/dpa