Playoff-Viertelfinale: Alba Berlin scheidet mit viel Applaus aus

Es war ein harter Kampf gewesen am Dienstagabend in der Arena am Ostbahnhof. Er ging in den letzten Sekunden für Alba Berlins Basketballer verloren. 82:87 (43:43) lautete das Resultat des letzten Saisonspiels, dieser erneut umkämpften vierten Begegnung gegen den FC Bayern Basketball im Viertelfinale der Playoffs. „Alba Berlin!“, sangen die Fans. Die Spieler standen auf dem Parkett und applaudierten dem Anhang. Ein versöhnlicher ...

BLZ
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Es war ein harter Kampf gewesen am Dienstagabend in der Arena am Ostbahnhof. Er ging in den letzten Sekunden für Alba Berlins Basketballer verloren. 82:87 (43:43) lautete das Resultat des letzten Saisonspiels, dieser erneut umkämpften vierten Begegnung gegen den FC Bayern Basketball im Viertelfinale der Playoffs. „Alba Berlin!“, sangen die Fans. Die Spieler standen auf dem Parkett und applaudierten dem Anhang. Ein versöhnlicher Abschluss.

Die Berliner hatten dort weitergemacht, wo sie beim 73:80 am Sonnabend in München aufgehört hatten. Von Müdigkeit, verursacht durch die kraftraubenden Einsätze, war nichts zu merken. Alba machte wieder Druck, verteidigte stark, die Spieler hatten ihre Hände überall, was den Bayern überhaupt nicht behagte, wie sich an neun Ballverlusten in der ersten Halbzeit zeigte.

Es war erneut Tony Gaffney, der den gut 9 000 Zuschauern in der Arena vorführte, wie Playoffs zu spielen sind. Der Power Forward ackerte in der Verteidigung gegen Devin Booker, Maik Zirbes, die Brocken der Bayern unter dem Korb. Auch offensiv setzte er Akzente, wobei die kraftvollen Aktionen eher Ausrufezeichen waren. Alba jedenfalls setzte sich bis zur 14. Minute beim 34:26 mit acht Punkten ab.

Dabei war das Team keineswegs komplett. Trainer Thomas Päch musste auf Carl English verzichten, der von jenseits der Drei-Punkte-Linie jederzeit Gefahr ausstrahlen kann. Der Flügelspieler hatte sich im vierten Spiel am Wochenende eine Rippenprellung zugezogen. Sehr dosiert kam Point Guard Peyton Siva zum Einsatz.

Doch diejenigen, die auf dem Parkett standen, legten sich auch nach dem Seitenwechsel ins Zeug. Um jeden Zentimeter wurde gekämpft, nicht immer auf regelkonforme Art. Center Booker verbuchte bereits nach 24 Minuten sein viertes Foul und wurde von Bayern-Trainer Sasa Djordjevic auf die Bank gerufen. Am Ende sollten aus der Center-Fraktion der Berliner Radosavljevic und der Münchner Zirbes vorzeitig Feierabend machen.

„Defense, Defense“, forderten derweil die Alba-Fans, und tatsächlich klebten ihre Profis den Münchnern an den Fersen, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn: Engin Atsür verwandelte einen Dreier zum 54:54 (27.). Triumphgesänge auf der Tribüne. Kurz drauf Gerald Robinson, Dreier, 57:57, Gesänge: „Auf geht’s, Alba, kämpfen und siegen.“ Das dritte Viertel endete mit einem Dreier zum 64:61, pünktlich mit der Sirene, der Schütze: Tony Gaffney.

Alles offen, alles möglich, die Flugreise am kommenden Tag nach München noch nicht stornierbar. Und die Fans gaben weiter ihr Bestes. Was nicht ohne Wirkung blieb. Nun kullerten Freiwürfe vom Ring, Kleber, Lucic. Auch die zum Teil umstrittenen Entscheidungen der Schiedsrichter fanden lautstarke Ablehnung. Und zugesprochene Foulentscheidungen ebenso lautstarken Beifall. Als Gerald Robinson einen Ball durch den Ring bugsierte und gleichzeitig einen Freiwurf herausholte zum Beispiel. 69:66 stand es nun (34.). Akeem Vargas legte drei Zähler nach. Djordjevic erkannte, in welche Richtung das nun gehen könnte, nahm eine Auszeit.

Von Energieabfall immer noch keine Spur. Aus einer starken Defensive ergaben sich offensive Möglichkeiten. Doch wie schon in der ersten Hälfte schmolz auch jetzt ein Vorsprung von acht Punkten auf einen Punkt zusammen (74:73, 36.).

Die Uhr lief unerbittlich herab, die Anzeigetafel signalisierte, dass diese Bayern sich nicht abschütteln ließen. Hier standen sich weiter zwei Teams auf Augenhöhe gegenüber. Das Stenogramm einer Niederlage: 33,5 Sekunden vor Ultimo, Robinson legt den Ball zum 82:82 in Bayerns Korb ab. Auszeit Bayern: Redding zu Bayerns 84:82. 16,0 Sekunden, Auszeit Alba. Wiederbeginn: Djedovic versenkt drei Freiwürfe. Alba beendet die Saison.

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