Der Wettlauf um den Vorsitz der Berliner SPD nimmt eine kuriose Wendung nach der anderen. Mit Rangeleien auf offener Bühne fing es an, es folgten eine enttäuschend niedrige Wahlbeteiligung in der ersten Runde des Mitgliederentscheids sowie ein brutaler Absturz des bisherigen Chefs Raed Saleh. Jetzt stellt sich heraus: Eine der verbliebenen vier Kandidaten für die zwei Posten war früher einmal in der Jungen Union und in der CDU.
Kein Problem, möchte man meinen, schließlich gehören wechselnde Parteimitgliedschaften zur Demokratie. Aber warum hat die Kandidatin das nach außen bislang verschwiegen? Und warum weiß sie jetzt nicht mehr, wie lange sie in der Union war?
Wirbel um Berliner SPD-Kandidatin
Plötzlicher Gedächtnisverlust? SPD-Kandidatin war in der CDU, weiß aber nicht mehr, wie lange
Die Berliner SPD-Kandidatin Jana Bertels war früher in der Jungen Union und der CDU. Für „einige Jahre“, sagt sie. Nach außen hat sie das bislang verschwiegen.
Elmar Schütze
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Am 2. Mai beginnt der zweite Wahlgang für den SPD-Landesvorsitz in Berlin. Jana Bertels bewirbt sich zusammen mit Kian Niroomand für das Amt.
© Christophe Gateau/dpa