Kriminalität

Plymouth: Kritik an Polizeiarbeit nach Bluttat eines 22-Jährigen

Der Täter hatte erst kürzlich seinen Waffenschein zurückerhalten, nachdem er ihm im vergangenen Jahr nach einem Gewaltdelikt abgenommen worden war.

Marco Buchholz Team News dpa/mbz
1 Min
Polizisten gehen am Einsatzort in Plymouth, wo am Donnerstagabend mehrere Menschen ums Leben gekommen sind.

Polizisten gehen am Einsatzort in Plymouth, wo am Donnerstagabend mehrere Menschen ums Leben gekommen sind.

© dpa/Ben Birchall

Der ehemalige Chefankläger für Nordwestengland, Nazir Afzal, machte den Ermittlern zudem Vorwürfe, weil der Angreifer nicht schon im Vorfeld unter Beobachtung gestanden hatte. „Er war genau die Art von Mensch, auf die Behörden ein Auge haben sollten“, sagte Afzal im BBC-Fernsehen am Samstag. Gewaltfantasien, die der Täter auf seinen Social-Media-Auftritten geteilt hatte, seien bei der Entscheidung zur Rückgabe seines Waffenscheins wohl nicht in Betracht gezogen worden, so Afzal weiter.

Täter soll Sympathie für Frauenhasser-Bewegung geäußert haben

Medienberichten zufolge soll Jake D. in sozialen Netzwerken Sympathien zu der frauenverachtenden Incel-Bewegung geäußert haben. Die Abkürzung stammt vom englischen Begriff „involuntary celibate“ und bezeichnet vorwiegend Männer, die unfreiwillig enthaltsam leben und Hass auf Frauen sowie auf sexuell aktive Männer entwickeln.

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