Eine Aussage, die am Montag auf der Pressekonferenz im Bauch der Frankfurter Arena sofort eine Klarstellung nach sich zog. Über das heutige DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund (20.45 Uhr/live ARD) hatte Veh alles gesagt, als der 53-Jährige aus freien Stücken korrigierte: „Das mit den Bildern hier stimmt. Aber die habe ich doch nicht selbst aufgehängt. Nur wenn die jemand anbringt, nehme ich die doch nicht wieder ab.“ Dann lachte der gebürtige Augsburger herzhaft. Die gute Laune ist gerade wieder Programm bei einem Klub, der in diesem Monat unvermeidlich ins Rampenlicht rückt.
Sieben Pflichtspiele im Februar
Sieben Pflichtspiele, so viele wie für keinen anderen Bundesligisten, stehen für die Hessen im Februar an. Die ersten beiden – 0:5 bei den Bayern, 3:0 gegen Braunschweig – sind mit wechselndem Erfolg absolviert, aber nun beginnt die Hatz auf drei Bühnen erst richtig. Dem Pokal-Viertelfinale schließt sich in vier Tagen dasselbe Duell an – nur geht es dann in Dortmund um Bundesliga-Punkte. Dem folgt eine reizvolle Europa-League-Aufgabe in der Runde der letzten 32 Teams gegen den FC Porto (20. und 27. Februar), in die wiederum eine wegweisende Begegnung gegen Werder Bremen (23. Februar) in der Bundesliga eingebettet ist. „Das ist doch eine Riesenchance: Wir wollen überall so lange wie möglich dabei bleiben“, sagte Veh gestern, „auch wenn wir nicht wissen, ob uns das guttut.“
Dem Trainer ist der fußballerische Marathon eigentlich nicht ganz geheuer, „wir sind die einzigen von da unten, die das machen – das ist kein Vorteil.“ Am einfachsten scheint es, die Cup-Wettbewerbe von dem Liga-Alltag abzutrennen: als eine Art Bonusprogramm. Speziell in Pokal und Europa League gilt die ganz programmatische Losung, dass die Eintracht einfach munter drauflosspielen soll – Spiele abzuschenken, komme gar nicht infrage. „Und nach Berlin sind es nur zwei Spiele. Es gibt doch fast nichts Schöneres“, sagte Veh.
Den Spielern gefällt der pragmatische Ansatz. Abwehrmann Marco Russ sagte jedenfalls: „Wir sollten sie attackieren und beschäftigen. Ob wir draufgehen und 0:5 verlieren oder hinten drinstehen und 0:5 verlieren − das ist doch Wurst.“ Und Veh versprach: „Wir sind nicht müde, wir sind frisch – wir können diesen Stil spielen.“
Heribert Bruchhagen übrigens wird die heutige Pokalpartie in der längst ausverkauften Frankfurter Arena wie immer von seinem Stammplatz im Bereich der Business-Plätze verfolgen – mit der Möglichkeit, jederzeit den Stuhl zu räumen. Von seiner Nervosität, die stets auch zu einem erhöhten Zigarettenkonsum an Spieltagen führt, hat er nämlich am Radiomikrofon auch berichtet. „Manchmal verlasse ich die Tribüne und höre mir die Akustik des Stadions an, woraus ich ja auch entnehmen kann, wie die Spielabläufe sind.“
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