Sollte der designierte US-Präsident Donald Trump die Unterstützung der Vereinigten Staaten für die Ukraine im Krieg gegen Russland kürzen, würden die EU-Staaten einspringen. Das kündigte der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski nach einem Treffen zwischen Vertretern aus fünf EU-Ländern, Großbritannien und der designierten EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas in Warschau an. Auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) war vor Ort.
Sikorski begrüße demnach die Bereitschaft mehrerer EU-Staaten, Kiew bei der möglichen Verringerung von US-Hilfen zu stützen. Er nehme „mit Anerkennung die Bereitschaft der größten Länder der Europäischen Union zur Kenntnis, die Last der militärischen und finanziellen Unterstützung für die Ukraine im Zusammenhang mit einer möglichen Reduzierung des US-Engagements zu übernehmen“, sagte er am Dienstag vor Journalisten.
Mit dem Wiedereinzug Donald Trumps ins Weiße Haus ist der künftige Ukraine-Kurs der USA ungewiss. Trump hatte jedoch mehrfach klargestellt, er habe nicht die Absicht, noch viel mehr Geld in die Ukraine zu investieren. Stattdessen würde er für einen baldigen Frieden zwischen Russland und der Ukraine sorgen. Wie genau er das zu tun gedenkt, ist bislang unklar. Dass die USA als wichtigster Geldgeber absehbar ausfallen, könnte die Ukraine jedoch an den Verhandlungstisch zwingen.
Internationale Medien berichten seit Wochen über angebliche Elemente von Trumps Plan, der etwa entmilitarisierte Zonen beinhalten soll, die von europäischen Truppen gesichert werden müssten. Der estnische Außenminister hatte sich dafür am Dienstag offen gezeigt.
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