Bei der polnischen Präsidentschaftswahl waren auch Hunderttausende im Ausland lebende Polinnen und Polen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die meisten Auswanderer haben dabei nach Angaben des Business Insiders für den proeuropäischen Kandidaten Rafal Trzaskowski gestimmt, der nach einem knappen Rennen schließlich seinem rechtsnationalen Gegner Karol Nawrocki unterlag. Doch nicht in allen Ländern hatte Trzaskowski die Nase vorn.
Nawrocki hatte die Stichwahl um das Präsidentenamt in Polen am Sonntag mit 50,89 Prozent der Stimmen für sich entscheiden können. Sein Gegenkandidat, der Warschauer Oberbürgermeister Rafal Trzaskowski, kam nach Auszählung aller Stimmen auf 49,11 Prozent. Nawrockis Sieg ist ein herber Rückschlag für die polnische Regierung um den liberal-konservativen Regierungschef Donald Tusk. Dessen Reformen dürfte Nawrocki wie sein Vorgänger Andrzej Duda blockieren.
Größten Vorsprung erzielte Nawrocki im Kosovo
Der neue Präsident unterlag seinem Rivalen derweil im Ausland dem Bericht zufolge mit rund 160.000 Stimmen. In nur vier Ländern erlangte der rechtskonservative Kandidat der PiS-Partei mehr Stimmen als Trzaskowski. Seinen größten Vorsprung erzielte Nawrocki im Kosovo, wo er über 72 Prozent der Stimmen gewann. Darüber hinaus wählten auch Auswanderer und Touristen in den USA, Kanada und Bosnien und Herzegowina mehrheitlich für ihn.
In den USA war Nawrocki zuvor offiziell von der Regierung von Präsident Donald Trump unterstützt worden. Nawrocki gilt seinerseits als Anhänger Trumps. Auch eine Audienz bei dem US-Präsidenten hatte er im Vorfeld der Wahlen schon bekommen. Das Weiße Haus postete anschließend Bilder der beiden mit hochgestreckten Daumen in den sozialen Medien.
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