Osteuropa

Polens neuer Präsident Nawrocki dankt Selenskyj und will „ungelöste historische Probleme lösen“

Karol Nawrocki hat sich nach seinem Wahlsieg auf X an den ukrainischen Präsidenten gewandt. Im Wahlkampf hatte er Selenskyj kritisiert.

BLZ
2 Min
Karol Nawrocki am Abend seines Wahlsiegs.

Karol Nawrocki am Abend seines Wahlsiegs.

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Am Sonntagabend gewann Karol Nawrocki die Präsidentschaftswahl in Polen. Nun hat der Politiker der konservativen PiS-Partei dem ukrainischen Präsidenten Wolodymy Selenskyj für Glückwünsche zum Wahlsieg gedankt und mitgeteilt, er freue sich, die Partnerschaft beider Länder fortzusetzen, „basierend auf gegenseitigem Respekt und Verständnis“. Das schrieb Nawrocki auf der Plattform X.

Selenskyj hatte zuvor, ebenfalls auf X, erklärt, er freue sich auf die Fortsetzung der „fruchtbaren Zusammenarbeit mit Polen und Präsident Nawrocki“.

Nawrocki fuhr in seiner Anwort fort, er glaube, „dass es nicht nur eines guten Dialogs bedarf, sondern auch der Klärung überfälliger historischer Fragen.“ Der designierte Präsident wies darauf hin, dass Polen der stärkste Unterstützer der Ukraine gegen die russische Aggression war, „keine andere Nation versteht diese Bedrohung besser als wir“. Er hoffe auf eine Zusammenarbeit „für das gemeinsame Wohl“, und um „ungelöste historische Probleme zu lösen“.

Nawrocki gilt als Kritiker der Selenskyj-Regierung. Während des Wahlkampfs monierte er, dass der ukrainische Präsident dem polnischen Volk für seine Solidarität nach dem russischen Angriffskriegs auf die Ukraine nicht ausreichend gedankt habe. Außerdem trat er dafür ein, die Verbrechen von ukrainischen Nationalisten an polnischen Bürgern während des Zweiten Weltkriegs gründlicher aufzuarbeiten und die Ukraine an die Aufarbeitung zu erinnern.

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