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Kolumne

Politiker setzen auf Klagen: Warum pöbeln, wenn es auch charmant geht?

Politiker wehren sich gegen Beleidigungen vor Gericht. Davon hält auch unser Kolumnist nichts. Es gehe auch anders.

3 Min
Wenn sich die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann beleidigt fühlt, gibt es eine Anzeige.

Wenn sich die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann beleidigt fühlt, gibt es eine Anzeige.

© Sabina Crisan/dpa

„Hässliches altes Frettchen“ nannte Bürger Ralf G. Politikerin Marie-Agnes S.-Z. auf Twitter. Sie zeigte ihn an, so wie sie Massen von Schmähern anzeigt. Im Netz gibt es eine Beleidigungspreisliste, die sich auf Gerichtsurteile stützt. Demnach kostet das Duzen eines Polizisten 600, ihn als „du Mädchen“ zu grüßen aber nur 200 Euro. Die Tarife richten sich auch nach den Einkommen der Täter. Fußballprofi Effenberg sagte „Arschloch“ zu einem Schutzmann. Hundert Riesen für die Staatskasse.

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