Ermittlungen verraten?

Berliner Polizei sperrt Ausländerbehörde aus

Mutmaßliche Einbrecher wurden offenbar zu bevorstehenden Razzien vorgewarnt.

Andreas Kopietz
3 Min
Die Ausländerbehörde am Friedrich-Krause-Ufer.

Die Ausländerbehörde am Friedrich-Krause-Ufer.

© imago/STPP

Eigentlich arbeiten die Berliner Polizei und die Ausländerbehörde gut zusammen. Nun jedoch haben Ermittler der Kripo ein Rundschreiben erhalten mit Empfehlungen, wie sie der Behörde Informationen vorenthalten können. Die Ausländerbehörde nämlich soll die Ermittlungen der Polizei nicht unterstützt, sondern sogar gefährdet haben.

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Im Kampf gegen Kriminelle traut die Polizei nicht einmal mehr anderen Landesbehörden. Nach Informationen der Berliner Zeitung befürchten Ermittler, dass von der Ausländerbehörde Informationen durchgesteckt werden – und etwa Serieneinbrecher vor bevorstehenden Einsätzen gewarnt werden.

Erst kürzlich, als es um Clan-Kriminalität ging, beschwor der Dezernatsleiter für Organisierte Kriminalität im Innenausschuss die gute Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde. Doch tatsächlich haben Ermittler den Verdacht, dass aus der Behörde Informationen an Kriminelle gelangen, wenn gegen diese ein Ermittlungsverfahren läuft. Beamte eines Einbruchskommissariats einer örtlichen Direktion erhielten entsprechende Hinweise.

Gesetz schreibt Informationsübermittlung vor

Deshalb erging vor einigen Tagen an die Kripo-Kommissariate aller Direktionen ein Rundschreiben mit Empfehlungen, wie der  Ausländerbehörde Informationen vorenthalten werden können, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Dies vor allem dann, wenn Durchsuchungen oder die Vollstreckung eines Haftbefehls anstehen. Das Schreiben liegt der Berliner Zeitung vor.