Extremismus

Polizei ermittelt: Massive Störung von Hannah-Arendt-Lesung

Israelfeindliche und propalästinensische Aktivisten störten eine Lesung mit Texten von Hannah Arendt in einem Museum. Die Veranstalter riefen aber nicht die ...

dpa
2 Min
ARCHIV - Tania Bruguera, Künstlerin und Aktivistin, liest aus Hannah Arendts «Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft».

ARCHIV - Tania Bruguera, Künstlerin und Aktivistin, liest aus Hannah Arendts «Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft».

© Christoph Soeder/dpa

Die 100-stündige Performance mit der Lesung einer umfassenden Analyse totalitärer Strukturen der Publizistin Hannah Arendt (1906-1975) am 11. Februar war abgebrochen worden, weil eine Gruppe israelfeindlicher und propalästinensischer Aktivisten zweimal massiv störte. 

Spranger sagte im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses, die Polizei werte zahlreiche Videos von den Störungen, die im Internet kursierten, aus. Der für politische Taten zuständige Staatsschutz befrage zudem Zeugen, etwa 100 Menschen hätten alles beobachtet. Ein Direktor des Museums sei angespuckt und beleidigt worden. 

„Die Polizei wurde nicht alarmiert, sagte Spranger. Erst am nächsten Tag habe es eine Anzeige gegeben. Sie betonte, es sei wichtig, die Polizei vorher über Veranstaltungen zu informieren, um Schutzmaßnahmen zu ermöglichen. „Und sie muss dann auch eingelassen werden.“ Es habe auch schon Situationen gegeben, als die Polizei vom Veranstalter nicht eingelassen worden sei und es später Beschwerden gab. „Dann ist das eine sehr, sehr schwierige Situation. Ich kann nur anmahnen, dass dann anders gehandelt wird.“

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