Polizei stellt Strafanzeige: Alves rast ohne Führerschein

BERLIN, 1. April. Hertha BSC sollte sich einen Kleinbus anschaffen, um damit ab sofort seine beiden brasilianischen Angreifer Alex Alves und Marcelinho samt deren Clans chauffieren zu lassen. Beide besitzen derzeit keinen Führerschein und sind auf Hilfe angewiesen. Doch damit nicht genug. Alves, der unter Trainer Falko Götz eine sehr positive Entwicklung genommen hatte, wurde in der Nacht vom Ostersonnabend zum Sonntag gegen ein Uhr in der Straße Unter den Linden von der Polizei gestoppt. Der 27-Jährige fuhr einen silbernen Mercedes der M-Klasse, und er fuhr zu schnell. Eine gültige Fahrerlaubnis konnte er nicht vorweisen. Die Beamten stellten Strafanzeige wegen des Verdachts des Fahrens ohne Führerschein sowie gegen Hertha BSC als Halter des Wagens. Für den introvertierten Angreifer, der derzeit wegen eines Muskelfaserrisses nicht spielen kann, wird dieses Vergehen sicherlich Folgen haben. Den Mercedes hatte der Verein Nadia Franca, der Verlobten von Alves, zur Verfügung gestellt. Alves hatte unterschrieben, dass er den Wagen nicht unbefugt benutzen würde.Alves hatte vor längerer Zeit einen Antrag gestellt, seinen brasilianischen Führerschein zu verlängern, was aber noch nicht passiert ist. Seit Monaten wird er von Heinz Kressin, einem Angestellten von Hertha BSC, durch die Stadt chauffiert. Kressin: "Ich bin Tag und Nacht für Alex da, habe ihn schätzen gelernt. Aber dieser Rückfall frustiert mich sehr. Ich bin sehr traurig. Am Sonntag habe ich Alex die Autoschlüssel weggenommen. Ich habe sofort gemerkt, dass er gefahren ist. Der Rückspiegel war verstellt. Seine Nadia ist gerade in Brasilien." Schon im September 2001 war Alves ohne Führerschein geblitzt worden, Hertha nahm ihn den Dienstwagen weg, stellte ihm aber in Heinz Kressin einen treuen Chauffeur zur Seite. Alves Landsmann Marcelinho, bislang auch außerhalb des Rasens untadelig, hatte im Februar seinen Führerschein verloren. Nach dem Aus im DFB-Pokal zu Hause gegen Köln (1:2 n.V.) hatte er aus Frust drei portugiesische Biere getrunken. Auf der Bismarckstraße stoppte ihn die Polizei - mit 1,0 Promille im ...

BLZ
5 Min

BERLIN, 1. April. Hertha BSC sollte sich einen Kleinbus anschaffen, um damit ab sofort seine beiden brasilianischen Angreifer Alex Alves und Marcelinho samt deren Clans chauffieren zu lassen. Beide besitzen derzeit keinen Führerschein und sind auf Hilfe angewiesen. Doch damit nicht genug. Alves, der unter Trainer Falko Götz eine sehr positive Entwicklung genommen hatte, wurde in der Nacht vom Ostersonnabend zum Sonntag gegen ein Uhr in der Straße Unter den Linden von der Polizei gestoppt. Der 27-Jährige fuhr einen silbernen Mercedes der M-Klasse, und er fuhr zu schnell. Eine gültige Fahrerlaubnis konnte er nicht vorweisen. Die Beamten stellten Strafanzeige wegen des Verdachts des Fahrens ohne Führerschein sowie gegen Hertha BSC als Halter des Wagens. Für den introvertierten Angreifer, der derzeit wegen eines Muskelfaserrisses nicht spielen kann, wird dieses Vergehen sicherlich Folgen haben. Den Mercedes hatte der Verein Nadia Franca, der Verlobten von Alves, zur Verfügung gestellt. Alves hatte unterschrieben, dass er den Wagen nicht unbefugt benutzen würde.Alves hatte vor längerer Zeit einen Antrag gestellt, seinen brasilianischen Führerschein zu verlängern, was aber noch nicht passiert ist. Seit Monaten wird er von Heinz Kressin, einem Angestellten von Hertha BSC, durch die Stadt chauffiert. Kressin: "Ich bin Tag und Nacht für Alex da, habe ihn schätzen gelernt. Aber dieser Rückfall frustiert mich sehr. Ich bin sehr traurig. Am Sonntag habe ich Alex die Autoschlüssel weggenommen. Ich habe sofort gemerkt, dass er gefahren ist. Der Rückspiegel war verstellt. Seine Nadia ist gerade in Brasilien." Schon im September 2001 war Alves ohne Führerschein geblitzt worden, Hertha nahm ihn den Dienstwagen weg, stellte ihm aber in Heinz Kressin einen treuen Chauffeur zur Seite. Alves Landsmann Marcelinho, bislang auch außerhalb des Rasens untadelig, hatte im Februar seinen Führerschein verloren. Nach dem Aus im DFB-Pokal zu Hause gegen Köln (1:2 n.V.) hatte er aus Frust drei portugiesische Biere getrunken. Auf der Bismarckstraße stoppte ihn die Polizei - mit 1,0 Promille im Blut.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema