Obwohl der Angreifer von mehreren Schüssen getroffen wurde, ließ er zunächst nicht von seinem Messer ab. Erst als mehrere weitere Polizisten eintrafen, konnte der Mann durch den Einsatz von Pfefferspray und einem Schlagstock sowie mit Hilfe eines Polizeihundes überwältigt werden. Der 50-Jährige kam ins Krankenhaus. Durch eine Notoperation wurde sein Leben gerettet.
Unverhältnismäßiges Vorgehen?
Verschiedenen Zeitungsberichten zufolge erlitt der Mann unter anderem einen Bauchschuss. Zudem soll sich der Polizeihund in den 50-Jährigen verbissen haben. Zu derartigen Einzelheiten wollte sich die Polizei am Sonntag allerdings ebenso wenig äußern wie zur Zahl der abgegebenen Schüsse. Ein Sprecher verwies auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, die jetzt - wie in solchen Fällen üblich - die Rechtmäßigkeit des Einsatzes prüfe.
Augenzeugen beschrieben das Vorgehen als unverhältnismäßig. Die „Bild am Sonntag“ zitierte einen Passanten mit den Worten: „Der Mann schien wehrlos, der Einsatz der Polizei wirkte sehr brutal.“ Offenbar bekam der 50-Jährige einen Tritt in den Nacken. Warum der Mann am helllichten Tag schwer bewaffnet durch die Stadt lief, ist bislang allerdings auch noch vollkommen unklar. (dpa)
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