Die Zunahme kann noch höher ausfallen, da den Angaben zufolge Nachmeldungen für das zweite Quartal möglich sind. Zu den Straftaten gehören Delikte wie Körperverletzungen, Volksverhetzungen, Beleidigungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen und das Verwenden verfassungsfeindlicher Kennzeichen.
„Das lass ich mir von einem Zigeunerbengel nicht gefallen!“
Etwa jede dritte Straftat gegen Flüchtlinge war eine Körperverletzung
Auch die Straftaten gegen Flüchtlinge, die in einer gesonderten polizeilichen Statistik geführt werden, nahmen geringfügig zu. Ihre Zahl erhöhte sich im Vergleich der beiden Quartale von 32 auf 33. In einem weiteren Fall hatte die Polizei im Februar eine Sachbeschädigung an einer Flüchtlingsunterkunft bestätigt. Auch diese nahezu ausschließlich von Rechtsextremisten begangenen Übergriffe könnten sich durch Nachmeldungen für das zweite Quartal noch erhöhen. Etwa jeder dritte Fall war ein Körperverletzungsdelikt.
Berlin: Mutmaßlicher Rassist schlägt Frau mit Krücke und spuckt ihr ins Gesicht
Im gesamten Vorjahr hatten sich der Polizeistatistik zufolge in Brandenburg 209 Angriffe gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte ereignet, 2019 waren es noch 268. Auch die Zahl der rassistisch motivierten Straftaten hatte sich im Vergleich der beiden Jahre von 210 auf 113 verringert. Alle Attacken stufte die Polizei als politisch motivierte Straftaten ein.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de