Widersprüche

Post-Vac versteckt im Kleingedruckten: Auf Seite 16 rechnet die Leopoldina Impfschäden zu Long Covid

Zu Post-Vac gebe es wenig Evidenz, hieß es auf dem Podium der BPK von der Leopoldina. Doch wo der Impfbezug aus Akten und Daten verschwindet, bleibt die Evidenz zwangsläufig dünn.

6 Min
Vorstellung der Leopoldina-Stellungnahme zu Long-Covid in der Bundespressekonferenz: Regina Riphahn und Norbert Suttorp sprechen für die Leopoldina, Carmen Scheibenbogen (links) hat das Papier als Gutachterin geprüft.

Vorstellung der Leopoldina-Stellungnahme zu Long-Covid in der Bundespressekonferenz: Regina Riphahn und Norbert Suttorp sprechen für die Leopoldina, Carmen Scheibenbogen (links) hat das Papier als Gutachterin geprüft.

© IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Mehr als 1,5 Millionen Menschen in Deutschland leben laut Leopoldina mit Long Covid. Am Donnerstag stellte die Nationale Akademie der Wissenschaften in der Bundespressekonferenz ihre Stellungnahme zu postinfektiösen Erkrankungen vor. Sie enthält mehr als 30 Handlungsoptionen. Auf dem Podium saßen die Sprecher der Arbeitsgruppe, Leopoldina-Vizepräsidentin Regina Riphahn und der Infektiologe Norbert Suttorp. Dazu kam die Charité-Immunologin Carmen Scheibenbogen, die das Papier begutachtet hatte. Dass die Versorgung der Betroffenen unzureichend ist, bestritt niemand. Aufschlussreicher waren die Stellen, an denen die Darstellung Risse bekam.

Mit einem Abo weiterlesen

Sie haben bereits ein B+ Abo?

*