Keine dritte Amtszeit
Jakobs hatte am Montagabend bekannt gegeben, dass er Ende 2018 nicht für eine dritte Amtszeit antreten wolle. Der 63-Jährige ist seit 2002 Oberbürgermeister in Potsdam.
Auch der Fraktionschef der Linken, Hans-Jürgen Scharfenberg, hält sich die Option auf eine Kandidatur offen. Der 62-Jährige war 2002 und 2010 bei den Oberbürgermeisterwahlen gegen Jakobs unterlegen. „Ich habe nicht erwartet, dass Jakobs sich so schnell und so deutlich äußert“, sagte Scharfenberg am Dienstag. „Und ich denke, dass diese Entscheidung für meine Überlegungen nicht ohne Einfluss bleibt.“
FDP will neues bürgerliches Bündnis
FDP-Kreischefin Linda Teuteberg will dagegen für die Oberbürgermeisterwahl im November 2018 ein neues bürgerliches Bündnis schmieden. Die 35-Jährige bot der CDU und den Grünen dazu Gespräche an. „Das Oberbürgermeisteramt in Potsdam ist kein Erbhof der SPD“, sagte Teuteberg. „Die Potsdamer haben einen Anspruch auf eine bestmögliche Auswahl.“ CDU-Kreischef Bretz reagierte daraufhin aber sehr reserviert. „Ich habe die Aussage von Frau Teuteberg zur Kenntnis genommen“, erwiderte der 41-Jährige lediglich.
Die Landeshauptstadt Potsdam war seit der Wende fest in der Hand der SPD: Auf Oberbürgermeister Horst Gramlich folgte der damalige Umweltminister und spätere Ministerpräsident Matthias Platzeck, der 2002 wiederum von Jakobs abgelöst wurde. (dpa)
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