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Brandenburg

Potsdam: Wachmann stirbt nach Attacke in Flüchtlingsunterkunft – Verdächtiger gefasst

In Potsdam wird ein Wachmann in einer Unterkunft für Geflüchtete getötet. Jetzt nimmt die Polizei in der Nähe des Bahnhofs Zoo in Berlin einen Mann fest.

Team News Eva Maria Braungart Eva Maria Braungart/dpa
3 Min
Polizisten gehen am abgesperrten Tatort in der Potsdamer Geschwister-Scholl-Straße entlang.

Polizisten gehen am abgesperrten Tatort in der Potsdamer Geschwister-Scholl-Straße entlang.

© Christian Pörschmann/dpa

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Wachmann in einer Flüchtlingsunterkunft in Potsdam hat die Polizei einen Verdächtigen in Berlin-Charlottenburg festgenommen. Dies teilte die Polizei Brandenburg mit. Ein in Zivil eingesetzter Beamter habe den Tatverdächtigen am Alexanderplatz erkannt, schrieb die Polizei dann später auf der Plattform X. Alarmierte Kräfte der Bundespolizei konnten den Verdächtigen schließlich am Zoologischen Garten festnehmen.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam beantragte den Erlass eines Haftbefehls wegen Totschlags, wie die Polizei mitteilte. Am Freitag soll der verdächtige Mann einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Aufgrund der laufenden Ermittlungen teilen Behörden keine weiteren Angaben zu ihm mit. Staatsangehörigkeit und Motiv des mutmaßlichen Täters sind noch unbekannt. Medienberichten zufolge soll es sich um einen Transmenschen handeln - also einen Mann, der als Frau lebt.   

Laut Polizei Brandenburg war es in der Nacht zu Donnerstag zu einer Auseinandersetzung in der Flüchtlingsunterkunft in Potsdam gekommen. Dabei sei der Wachmann lebensgefährlich verletzt worden. Am Donnerstagmorgen sei er in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Bei dem Wachmann handelt sich um einen 33-Jährigen mit syrischer Staatsangehörigkeit.

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Potsdam: AfD spricht schon vor der Festnahme von Mord 

Der Polizeieinsatz in der Geschwister-Scholl-Straße in Potsdam lief bereits seit dem frühen Morgen. Die Gegend wurde abgesperrt, Straßen und Spazierwege waren davon betroffen. Eine Gefährdung der Nachbarschaft habe nicht bestanden, hieß es. 

Viele Polizeikräfte suchten in der Umgebung nach Spuren. Beamte waren unter anderem zu sehen, als sie einen Garten durchkämmten und hinter Bäume und Büsche schauten. Es war auch ein Spürhund im Einsatz. Andere Polizisten mit weißen Schutzanzügen arbeiteten hinter rot-weißen Absperrbändern. 

Wachmann getötet: Anteilnahme und Spekulationen in Potsdam

Die Anteilnahme für das Opfer und die Diskussion um den Tatverdächtigen nahmen schon vor dessen Festnahme am Donnerstag Fahrt auf. „Heute ist ein trauriger Tag für unsere Stadt“, erklärte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). „Ein Mensch, der im Auftrag unserer Stadt Schutzsuchende beschützt hat, ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden – die Nachricht von seinem Tod hat mich tief getroffen.“

Der Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Brandenburg, Hans-Christoph Berndt, sprach bereits gegen Mittag von „Mord“ an dem Wachmann und von „Gewalttaten von Migranten“. Zur Staatsangehörigkeit und zum möglichen Motiv des Verdächtigen ist aber gar nichts bekannt, zumal das Todesopfer die syrische Staatsangehörigkeit hat.

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