Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am Mittwoch nach Warschau reisen. Dies berichten polnische Medien am Montag unter Berufung auf Marcin Przydacz, den polnischen Leiter des Präsidialbüros für Internationale Politik. Selenskyj wolle Polen und Ukrainer, die in Polen leben, treffen. Zu diesem Zweck werde ein entsprechendes Treffen im Königsschloss in Warschau stattfinden. Przydacz betonte, dass die Veranstaltung auf dem Schlossplatz öffentlich sei.
Der polnische Präsident Andrzej Duda habe Selenskyj eingeladen, um Polen einen Besuch von „besonderer Art“ abzustatten. „Präsident Selenskyj möchte auch ein paar Worte an die Polen im Zusammenhang mit dem richten, was letztes Jahr passiert ist, wie Polen der Ukraine geholfen haben, wie sie Flüchtlingen an der Grenze geholfen haben und sie später nach Hause gebracht haben – ich denke, das ist der Zweck dieses Treffens“, so Przydacz gegenüber dem polnischen Radiosender RMF 24.
Wirtschaftliche, politische und historische Themen bei Duda-Selenskyj-Treffen
Przydacz sagte auch, dass politische und sicherheitspolitische Überlegungen bedacht werden müssten. Dennoch wolle man diese Informationen der polnischen Bevölkerung zur Verfügung stellen. Der Leiter des Präsidialbüros für Internationale Politik kündigte zudem Gespräche zwischen Präsident Duda und Selenskyj an. Es werde um „wirtschaftliche, politische und historische“ Themen gehen.
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Przydacz bestätigte gegenüber dem Moderator auch, dass es Pläne gebe, über die bilateralen Probleme in der Landwirtschaft zu sprechen. Polen verlangt eine deutliche Verringerung der Einfuhr ukrainischen Getreides, da wegen des Kriegs große Mengen in östlichen EU-Staaten landen. Getreideexporte gehören allerdings zu den wichtigsten Einnahmequellen der Ukraine.
Przydacz ging überdies auf die geplante Gegenoffensive der Ukraine ein. „Die Ukraine sammelt Kraft“, sagte er. Je früher die Ausrüstung aus Westeuropa und den USA eintreffe, desto eher werde ihr dies gelingen. Der Beamte betonte, dass diese Ausrüstung jedoch in „viel größerer Zahl und viel schneller“ geliefert werden müsse.
Desweiteren kritisierte Przydacz die jüngste Entscheidung des IOC, russische Athleten, die den russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht unterstützen, zu den Olympischen Spielen zuzulassen, sofern sie unter neutraler Flagge auftreten. Es sei unzulässig, dass ein Staat, der Menschen morde, an den Olympischen Spielen teilnehme. Die Entscheidung des IOC wird von vielen Seiten kritisiert. Ukrainische Athleten planen gar eine Klage.
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