Handwerk

Praktikumsprämie nach Vorbild von Sachsen-Anhalt gefordert

Im Handwerk bleiben bisher viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Sachsen-Anhalt steuert seit 2020 mit bezahlten Ferienpraktika dagegen. Die Handwerkskammern wür...

dpa
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ARCHIV - Ein Bauarbeiter mit einem Gasbrenner beim Bau eines Mehrfamilienhauses.  bild

ARCHIV - Ein Bauarbeiter mit einem Gasbrenner beim Bau eines Mehrfamilienhauses. bild

© Julian Stratenschulte/dpa/Symbol

Angesichts des Mangels an Nachwuchskräften sei die Prämie ein wichtiges Instrument, um junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern.

Derzeit gebe es eine erhebliche Schieflage im Bildungssystem zugunsten akademischer Bildungswege, kritisierte Stein. Zugleich hätten 2,6 Millionen junge Menschen in Deutschland keinen Berufsabschluss. Ein zentrales Problem bestehe darin, dass viele Jugendliche ihre Chancen nicht richtig kennenlernen und ihre Fähigkeiten sowie Interessen nicht erkunden würden.

„Was ich nicht kennenlerne, das kann ich nicht vermissen beziehungsweise dafür kann ich mich am Ende auch nicht entscheiden“, sagte Stein laut einer Mitteilung. Eine Prämie für Praktika als Schnupperwoche könne hier helfen.

Sachsen-Anhalt hatte eine solche Praktikumsprämie 2020 eingeführt. Schülerinnen und Schüler, die mindestens 15 Jahre alt sind, können dort für eine Schnupperwoche im Handwerk 120 Euro erhalten. Die Praktika dürfen nur in den Ferien absolviert werden, bis zu vier Wochen pro Jahr können gefördert werden. Im vergangenen Jahr haben nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Magdeburg fast 800 junge Menschen die Förderung in Anspruch genommen. Fast jeder Fünfte habe danach eine Ausbildung im Handwerk begonnen.

Der Nordkonferenz der Handwerkskammern gehören 17 Kammern aus Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein an.

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