Der Preis für eine Schachtel Zigaretten könnte bald deutlich ansteigen. So schlägt die EU-Kommission vor, die Steuern auf Zigaretten deutlich zu erhöhen, was im Endeffekt Auswirkungen auf den Endverbraucher hat. So könnten in Zukunft bis zu zwölf Euro für eine Schachtel verlangt werden. „Das Vorhaben würde dazu führen, dass der Preis für eine Packung Markenzigaretten in Deutschland von derzeit etwa 8,50 Euro auf mehr als 12 Euro steigt“, sagte Jan Mücke vom Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartigen Erzeugnisse (BVTE).
Der 30-Gramm-Beutel mit Feinschnitttabak zum Selberdrehen würde demnach künftig statt zehn Euro mehr als 18 Euro kosten. Zu den Preisen macht das geplante EU-Regelwerk zwar keine Vorgaben. Allerdings dürften die Tabakfirmen die Preise anheben, wenn sie mehr Steuern zahlen müssen.
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Positive und negative Stimmen aus der Politik
Die Reaktionen auf das Vorhaben der EU-Kommission unterscheiden sich. „Wer die Steuerschraube zu stark anzieht, riskiert, dass sich immer mehr Geschäft in die Schattenwirtschaft verlagert“, warnt der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber. „Die Kommission muss hier mit Augenmaß vorgehen - sonst schadet sie ehrlichen Unternehmen und hilft den Schmugglern.“
Der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken bewertete das Vorhaben hingegen positiv: „Mit der vorgeschlagenen Erhöhung der Tabaksteuer macht die Kommission einen richtigen Schritt in Richtung Gesundheit und Krebsvorsorge.“ Auch die Wirtschaft sieht das Vorhaben kritisch. So sieht Verbandsgeschäftsführer Bodo Mehrlein „eine massive Bedrohung der mittelständischen Hersteller und Importeure von Zigarren und Zigarillos.“In Deutschland wären Mehrlein zufolge 1600 Arbeitsplätze in Gefahr.
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