Vom Student zum Programmierer, um diesen Werdegang geht es in "L4", dem Institut für Neue Medien GmbH in Prenzlauer Berg in Berlin. "L4" gibt es unter diesem Namen bereits zweieinhalb Jahre. Das Institut ist eine private Berufsfachschule mit momentan 240 Schülern. Es bildet in allen Bereichen der Neuen Medien aus. Schüler und Schülerinnen vom Gymnasium Rüdersdorf waren einen Tag lang bei "L4", um sich direkt vor Ort über die Chancen und Berufsperspektiven im Bereich Multimedia und neue Medien zu informieren. So bietet "L4" sowohl vom Arbeitsamt geförderte Umschulungen als auch privat finanzierte Studiengänge. Für Berufstätige gibt es die Möglichkeit, sich nebenbei weiterzubilden, entweder tage- oder wochenweise, in Seminaren und Workshops. "L4" versteht sich als eine "Multimedia Trainee Agentur", sie bildet in einjährigen Vollzeit-Kursen aus zum Multimedia-Produzent, Internet-Consultant und Systemorganisator Online. In einem zweijährigen Studium kann man auch Diplom-Mediendesigner (MMA) werden. Als eine Multimedia Trainee Agentur ist das Institut ständig bemüht, die aktuellsten technischen Möglichkeiten anzubieten. So stehen jedem Teilnehmer an Seminaren oder Workshops einer von rund 250 PCs mit Internetzugang zur Verfügung. Aber auch an Videobeamer, Server, Drucker und der gängigen Software mangelt es nicht. "Da diese Schule privat organisiert ist, verfügt sie auch über eine bessere Ausstattung als vergleichbare öffentliche Schulen", sagt Peter Schisler, der Leiter der Multimedia Trainee Agentur. Was aber versteht man eigentlich unter Multimedia oder "neue Medien"?Multimedia setzt sich aus fünf Elementen zusammen: Bild (Standbild), Text, Video (bewegtes Bild mit Grafik und 3-D-Animationen), Sound und Interaktion. Die ersten vier Elemente verdienen es eigentlich nicht, den Namen "neue Medien" zu tragen, denn sie kommen schon lange in jedem Kinofilm vor. Wirklich neu ist dagegen das fünfte Element: die Interaktivität. Das bedeutet, daß der Nutzer in die Vorgänge des Programmablaufs am Bildschirm eingreifen kann und das Programm auf diesen Eingriff reagiert.Zwar ist das Internet noch nicht fehlerfrei, es fehlt an technischen Voraussetzungen und hapert deshalb noch an einigen Stellen, wie zum Beispiel beim Ablaufen von Videofilmen. Diese Fehlerquellen sollen aber in circa fünf bis acht Jahren behoben sein. Langfristig stellt der Bereich Multimedia eine große Berufsperspektive dar.(Sylvia Lehmann, Susanne Pöschke, René Jerratsch, Deutsch-Profilkurs, Gymnasium Rüdersdorf)
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