Unbekannte haben in das Wasser des Neptunbrunnens rote Farbe geschüttet. Das Wasser musste deshalb am Montag abgelassen werden. Nach Angaben einer Polizeisprecherin übernahm der Staatsschutz die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung.
In einem Schreiben, das die mutmaßlichen Täter am Sonntagabend im Internet veröffentlichten, begründeten sie ihr Handeln mit der deutschen Flüchtlingspolitik. Die Abschiebepraxis der Bundesrepublik sei höchst bedenklich und Teil einer Flüchtlingspolitik, die aus Abschreckung und Ausgrenzung bestehe, schreiben die Verfasser. Man habe die Farbe Rot gewählt, um an das Blut der Menschen zu erinnern, die an den Außengrenzen der EU ihr Leben verloren hätten.
Die Verfasser des Schreibens behaupten, dass sie noch einen zweiten Springbrunnen in der Innenstadt verunreinigt hätten. Doch davon weiß die Polizei bislang nichts. (kop.)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de