Kultur

Protest gegen Sparpläne: ZLB-Mitarbeiter besetzen Galeries Lafayette am Donnerstag

Um gegen die geplanten Kürzungen des Budgets der Berliner Kulturszene zu protestieren, findet ein Aktionstag statt. Workshops und Lesungen sind geplant.

Eva Maria Braungart Team News dpa/Eva Maria Braungart
2 Min
Die Galeries Lafyette in Berlin wurden Ende Juli das letzte Mal geöffnet.

Die Galeries Lafyette in Berlin wurden Ende Juli das letzte Mal geöffnet.

© PENAX/imago

Mitarbeiter der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) haben angekündigt, am Donnerstag gegen die angekündigten Kürzungen in der Berliner Kultur zu demonstrieren. Dazu ist ein Aktionstag im geschlossenen Lafayette-Gebäude geplant. Die Angestellten wollen laut Mitteilung das Gebäude Q207 in der Friedrichstraße „in Beschlag nehmen“ und die ehemaligen Lafayette-Räume für das Publikum zugänglich machen.

Während sich am Vormittag das ZLB-Team zum Austausch trifft, sind am Nachmittag von 14 bis 18 Uhr Workshops, Lesungen und Beratungen für die Öffentlichkeit geplant. In Zeiten knapper Kassen sollte nicht an der Kultur gespart werden, sagte eine ZLB-Sprecherin.

Kultur stark von Sparplänen des Senats betroffen

Ende Juli hatte das Luxuskaufhaus der französischen Warenhauskette Galeries Lafayette zum letzten Mal geöffnet. Kultursenator Joe Chialo (CDU) hatte die Idee vorangetrieben, die dringend sanierungsbedürftige ZLB in das Gebäude ziehen zu lassen. Noch ist unklar, wie der Glasbau künftig genutzt werden soll.

„Berlins Bevölkerung kann selbst sehen, dass das Gebäude der richtige Ort für die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) ist“, hieß es in der Mitteilung. Des Weiteren solidarisieren sich die Mitarbeiter mit anderen von den Sparplänen betroffenen Institutionen. „Die Stadt sollte nicht an Opern, Bibliotheken und Theatern, der freien Szene und anderen Kulturschaffenden sparen“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Hintergrund der Protestaktion der ZLB ist das milliardenschwere Sparprogramm für den Berliner Landeshaushalt 2025. Insgesamt sollen im Kulturetat rund 130 Millionen Euro wegfallen, das sind etwa 12 Prozent des Budgets. Häuser warnen vor Insolvenzen, Einschränkungen im Spielbetrieb und dem Verlust von Arbeitsplätzen.

Von den Sparmaßnahmen sind unter anderem die Komische Oper, das Deutsche Theater oder der Friedrichstadt-Palast betroffen. Auch das Budget des Filmfestivals Berlinale wird drastisch gekürzt.

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