Zweitligafußball

Protest mit Tennisbällen: Die Fans von Hertha BSC haben alles richtig gemacht

Wegen Fanprotesten war Herthas Partie gegen den HSV im Berliner Olympiastadion für 32 Minuten unterbrochen. War es Protest? Oder ein Liebesbeweis? Ein Kommentar.

Karin Bühler
4 Min
Herthas Fußballer stehen nach der Niederlage gegen den Hamburger SV vor ihren Fans in der Ostkurve des Berliner Olympiastadions.

Herthas Fußballer stehen nach der Niederlage gegen den Hamburger SV vor ihren Fans in der Ostkurve des Berliner Olympiastadions.

© City-Press

Wann ist ein Protest ein Protest? Im Fußball, auf Asphalt, auf Kreuzungen, im Bahnverkehr, auf Skipisten bei Weltcuprennen? Erst dann, wenn er wirklich auffällt. Erst dann, wenn er wirklich nervt. Erst dann, wenn er wehtut. Ja, erst dann, wenn die Protestierenden eigene Nachteile, eigenen Schaden – oder, um auf das Tennisball-Wurffestival der Anhänger von Hertha BSC im 1:2 verlorenen Zweitligaspiel gegen den Hamburger SV zu kommen, eine Bestrafung des eigenen, so sehr geliebten Vereins in Kauf nehmen.

Insofern haben die Fußballfans von Hertha BSC am Samstagabend im mit knapp 60.000 Menschen besetzten Berliner Olympiastadion alles richtig gemacht – und zusammen mit den Anhängern des Hamburger SV in einer Art Doppel-Return auf die Investorenpläne der Deutschen Fußball-Liga (DFL) reagiert: mit gelben Tennisbällen, die sie auf den Rasen warfen.

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