Gesellschaft

Proteste im Iran: Foroutan will Aufmerksamkeit schaffen

Schauspielerin Melika Foroutan hofft auf breite Unterstützung für die protestierenden Menschen im Iran. „Man darf nicht das Interesse verlieren. Wir müssen w...

dpa
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ARCHIV - Die Schauspielerin Melika Foroutan.

ARCHIV - Die Schauspielerin Melika Foroutan.

© Felix Hörhager/dpa/Archivbild

Dass sich Frauen vor laufender Kamera Haare abschneiden, sei kein Instagram- oder Tiktok-Hype, sagte Foroutan. Sie sehe darin vielmehr die Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu schaffen. Foroutan ist derzeit in der Netflix-Serie „Die Kaiserin“ zu sehen und hat ihre ersten Lebensjahre im Iran gelebt, nach der Revolution floh ihre Familie nach Deutschland. Sie lebt in Berlin.

Im Iran kommt es seit Wochen zu Protesten. Auslöser war der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Die Sittenpolizei hatte sie festgenommen, weil sie die Zwangsvorschriften für das Tragen eines Kopftuchs nicht eingehalten haben soll. Die junge Frau starb in Polizeigewahrsam. Seit ihrem Tod demonstrieren landesweit Tausende gegen den repressiven Kurs der Regierung sowie den Kopftuchzwang. Polizei und Sicherheitskräfte gehen mit massiver Gewalt gegen die Protestler vor.

Die Menschen riskierten ihr Leben, weil sie seit 43 Jahren unterdrückt würden, sagte Foroutan. Die Bevölkerung habe mehrfach Reformen verlangt und die Proteste seien immer wieder unterdrückt worden. Diesmal gingen viele Menschen geeint auf die Straße. „Mittlerweile ist es eine Bewegung geworden, die die unterschiedlichsten Menschen vereint. Unabhängig ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihres Alters oder ihrer Religiosität.“ Foroutan sprach von einer Revolution gegen Armut, Korruption und Unterdrückung.

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