Trauma – Tochter kann nicht mehr zur Schule gehen
Die Tochter hatte sich mit 14 Jahren einem Bruder offenbart. „Bis dahin hatte ich alles verdrängt“, sagte die inzwischen 16-Jährige als erste Zeugin. Ihr Vater, der damals in der Freizeit als Fußball-Schiedsrichter tätig war, sei in der Familie „bestimmend“ gewesen. Nach ihrer Strafanzeige gegen ihn seine eine Trauma-Erkrankung bei ihr ausgebrochen. „Alles kommt jetzt raus.“ Sie sei seitdem nicht mehr in der Lage, die Schule zu besuchen. „Mein Körper macht einfach nicht mit, ich bin alltagsuntauglich“, schilderte die Jugendliche, die zuletzt ein Gymnasium besucht hatte.
Ganze Familie hat sich vom Vater losgesagt
Der Vater sagte, er habe mehrfach an Selbstanzeige gedacht. „Aber ich war zu feige“, so der Angeklagte. Er habe pädophile Neigungen und sich inzwischen in eine Therapie begeben. Die gesamte Familie habe sich wegen seiner Taten von ihm abgewendet. Dem 60-Jährigen war zunächst auch vorgeworfen worden, vor mehr als 20 Jahren eine ältere Tochter aus erster Ehe vergewaltigt zu haben. Dieser Vorwurf wurde nun zu Prozessbeginn eingestellt. Der Prozess wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs wird am 15. November fortgesetzt.
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