Analyse

Putin entschuldigt sich bei Alijew: Aserbaidschan reagiert selbstbewusst

Die russisch-aserbaidschanischen Beziehungen sind komplex. Der Flugzeugabsturz zeigt, dass Aserbaidschan sich von Russland nicht alles gefallen lässt. Die Analyse.

5 Min
08.10.2024, Russland, Moskau: Der russische Präsident Wladimir Putin (l.) und der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew betreten den Saal während eines Treffens der Staatschefs der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) im Kreml.

08.10.2024, Russland, Moskau: Der russische Präsident Wladimir Putin (l.) und der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew betreten den Saal während eines Treffens der Staatschefs der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) im Kreml.

© Sergei Ilnitsky/POOL EPA/AP/dpa

Entschuldigungen gehören äußerst selten zum diplomatischen Repertoire von Russlands Präsident Wladimir Putin. Nach dem Absturz einer aserbaidschanischen Passagiermaschine, der durch den Einsatz russischer Flugabwehr über der tschetschenischen Hauptstadt Grosny verursacht wurde, reagierte der Kremlchef jedoch überraschend schnell. In einem Telefonat mit Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew räumte Putin den Einsatz von Luftabwehrsystemen zur „Abwehr eines ukrainischen Drohnenangriffs“ in der Region ein, wies jedoch eine direkte Verantwortung für den Absturz zurück und entschuldigte sich lediglich für den „Vorfall im russischen Luftraum“.

Mit einem Abo weiterlesen

Sie haben bereits ein B+ Abo?

*