Am 9. Mai, dem russischen „Tag des Sieges“, sorgt Estland für Aufsehen: Auf der Festung im estnischen Narva, direkt an der Grenze zu Russland, wurde ein riesiges Banner mit der Aufschrift „Putler War Criminal“ enthüllt. Auf dem Plakat sind die Porträts von Wladimir Putin und Adolf Hitler nebeneinander zu sehen. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine vor mehr als drei Jahren werden allen voran im Baltikum immer wieder Vergleiche zwischen dem Kremlchef und Hitler gezogen.
Die Aktion des Narva-Museums richtet sich gezielt gegen die Feierlichkeiten in Russland zum 9. Mai. Auf der gegenüberliegenden russischen Seite – ein schmaler Fluss trennt das estnische Narva und das russische Iwangorod – wurden Bildschirme aufgehängt, die die Militärparade und Putins Rede auf dem Roten Platz übertrugen.
Kommentar: Herr Merz, zeigen Sie Mut – fliegen Sie am 9. Mai zu Putin nach Moskau!
Der 9. Mai ist zum ideologischen Kultritual von Putins Macht geworden
Zwischen dem EU- und Nato-Land Estland und Russland herrschen nicht erst seit Beginn des Ukrainekrieges angespannte Beziehungen. Viele Esten sehen Russland als Besatzungsmacht an. Moskau kritisiert wiederum den Umgang Estlands mit der russischsprachigen Minderheit, die im Osten des kleinen Landes die Mehrheit bildet, und wirft dem Ostseestaat Diskriminierung vor. Immer wieder gibt es in der mehrheitlich russischsprachigen estnischen Stadt Narva öffentlichkeitswirksame Aktionen, um auf den Ukrainekrieg aufmerksam zu machen.
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