Der russische Präsident Wladimir Putin ist in der an die Ukraine grenzenden Region Kursk eingetroffen. Es ist sein erster Besuch, seit Russland im April erklärt hatte, ukrainische Streitkräfte aus dem Gebiet verdrängt zu haben. Diese hatten dort im August 2024 eine überraschende Offensive begonnen.
Nach Angaben des Kremls besuchte Putin Kursk am Dienstag und traf dort unter anderem mit Ehrenamtlichen zusammen. Zudem traf er sich mit Gouverneur Alexander Chinschtein und besuchte das Kernkraftwerk Kursk 2.
Putins Kursk-Besuch erfolgt nach einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Stadt Sumy mit mehreren Toten und Verletzten sowie einen Tag nach einem Telefonat Putins mit US-Präsident Donald Trump über eine mögliche Waffenruhe in der Ukraine. US-Außenminister Marco Rubio drang am Dienstag auf die Präsentation eines Vorschlags für Waffenruhe durch Russland „in den kommenden Tagen“. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Putin vor, mit den Gesprächen lediglich „Zeit schinden“ zu wollen.
Rückeroberung der russischen Grenzregion Kursk
Die russische Armee hatte im April erklärt, sie habe die Grenzregion vollständig von den ukrainischen Streitkräften zurückerobert, was die ukrainische Armee zunächst bestritt. Putin erklärte das „Abenteuer“ der Ukraine in Kursk für komplett gescheitert. In der Vergangenheit hatte der Kremlchef betont, dass er erst dann zu Verhandlungen mit der Ukraine bereit sei, wenn die ukrainischen Streitkräfte vollständig aus der Grenzregion „vertrieben“ worden seien.
Bei den Kämpfen um Kursk hatte Moskau Unterstützung aus Nordkorea erhalten, wie Moskau und Pjöngjang bestätigt hatten. Dabei seien etwa 600 nordkoreanische Soldaten getötet und mehr als 4000 weitere verletzt worden, erklärte der südkoreanische Abgeordnete Lee Seong-kweun am 30. April. Insgesamt habe Pjöngjang Moskau in Kursk bisher „in zwei Phasen“ mit insgesamt 18.000 Soldaten unterstützt. (mit AFP)
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