Russland

Putin-Sprecher: Ampel-Aus steht nicht in Zusammenhang mit Verzicht auf russisches Gas

Der Kreml äußerte sich zum Bruch der Ampel-Koalition. Putins Sprecher sieht keinen direkten Zusammenhang mit den russischen Sanktionen.

BLZ/dpa
2 Min
Dmitri Peskow, der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, hat sich zum Ampel-Aus geäußert.

Dmitri Peskow, der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, hat sich zum Ampel-Aus geäußert.

© Sputnik Kremlin Pool via AP

Der Sprecher des russischen Präsidenten hat die Sichtweise des Kremls auf den Bruch der Ampel-Koalition dargelegt. Dmitri Peskow verzichtete in seiner Stellungnahme darauf, Parallelen zwischen dem Ampel-Aus und der Entscheidung Berlins, nach dem Überfall auf die Ukraine auf russische Energieressourcen zu verzichten, zu ziehen.

„Ich glaube nicht, dass es einen direkten Zusammenhang damit gibt, aber Deutschland befindet sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation“, sagte der Sprecher von Wladimir Putin am Donnerstag gegenüber Journalisten. „Die deutsche Industrie durchlebt eine schwierige Zeit. Die Produktionszahlen sinken, die Wettbewerbsfähigkeit nimmt ab“, fügte er hinzu.

Zuvor hatte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Deutschland als „Bananenrepublik“ bezeichnet. „Berlin hat es versäumt, das für seine Bürger und seinen Industrie- und Wirtschaftskomplex lebenswichtige russische Gas zu behalten“, sagte Maria Sacharowa. Die Wirtschaft wachse deshalb nicht mehr so stark. So sehe die Bundesregierung „gehorsam zu, wie seine Industrien und Unternehmen in die Vereinigten Staaten abwandern, nur weil es für Washington so angenehm ist“. Im Zuge dieses „Masochismus“ verzichte Deutschland auch auf den Anschein von Eigenständigkeit und gebe sich klar als Statthalter des amerikanischen Neoliberalismus in der EU, so Sacharowa weiter.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema