Wenn die New York Post, nicht eben bekannt für zurückhaltende Formulierungen, titelt: „Russia is sending kidnapped Ukrainian teens to the frontlines“, mag man zunächst an emotionale Übertreibung glauben. Doch die Vorwürfe, die der Präsidialamtschef und enger Berater des ukrainischen Präsidenten, Andrij Jermak, gegenüber internationalen Medien erhebt, sind gut dokumentiert und in ihrer Tragweite erschütternd. Was sich dabei abzeichnet, ist kein humanitärer Kollateralschaden mehr, sondern nicht weniger als ein systematisch vorbereitetes und präzise ausgeführtes Kriegsverbrechen, das auf kulturellen Genozid der Ukraine abzielt.
Geopolitik
Putins Kinder-Entführungen: Wie Russland ukrainische Jugendliche als Kriegswaffe missbraucht
Russland entführte Zehntausende ukrainische Kinder. Sie sollen nun für den Krieg gegen die Ukraine zwangsrekrutiert werden. Ein Kriegsverbrechen mit Langzeitfolgen. Eine Analyse.
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Seit Beginn der russischen Invasion wurden laut ukrainischen Angeben schon 35.000 Kinder aus den besetzten Gebieten verschleppt.
© ZUMA Press Wire/imago