Für den FC Lugano und Kevin Behrens war am Donnerstagabend alles angerichtet: 2:0 hatten die Schweizer das Hinspiel in der dritten Runde der Conference-League-Qualifikation gegen NSI Runavik gewonnen. Der ehemalige Stürmer des 1. FC Union Berlin, der für die Köpenicker insgesamt 105 Pflichtspiele (20 Tore) absolvierte, hatte dabei den Treffer zum Endstand erzielt. Auf den Färöer Inseln sollte nun eigentlich nichts mehr schiefgehen.
Lugano vergibt Chancen, Runavik trifft
Die Partie beim krassen Außenseiter, der mit zahlreichen Halbprofis antrat, entwickelte sich aber von Beginn an in die falsche Richtung. In der Offensive vergab Lugano reihenweise eigene Chancen, defensiv reichte ein Patzer, damit Runavik nach knapp einer halben Stunde in Führung ging.
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Eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff erhöhten die Färinger auf 2:0 – der Vorsprung von Lugano und Behrens war plötzlich dahin, das fest eingeplante Weiterkommen in Gefahr. Mitte der zweiten Halbzeit erzielte Behrens’ Teamkollege Yanis Cimigani den 1:2-Anschlusstreffer aus Sicht der Schweizer, und zehn Minuten vor Abpfiff war es der 35-Jährige selbst, der die Niederlage abwendete und den Einzug in die Play-offs endgültig klarmachte. Einen Freistoß von Renato Steffen, früher in der Bundesliga für den VfL Wolfsburg am Ball, köpfte Behrens in Torjägermanier zum 2:2-Endstand ein.
Damit bestätigte der gebürtige Bremer seine starke Frühform der ersten Pflichtspiele. In bislang sieben Partien hat Behrens sieben Tore erzielt, zwei weitere vorbereitet. In der Schweizer Super League ist er mit seinem Team noch ohne Makel unterwegs, feierte in drei Spielen drei Siege.
Pflichtaufgabe im Schweizer Pokal
In den Play-offs trifft Lugano am 20. und 27. August in Hin- und Rückspiel auf Maccabi Tel Aviv. Das Team aus Israel scheiterte gerade in der Qualifikation zur Europa League an ZSKA Sofia. Ein 3:1-Erfolg in Bulgarien reichte am Donnerstag wegen der 0:3-Hinspielpleite nicht zum Einzug in die nächste Runde. Am Sonntag (16 Uhr) steht aber erst mal die nächste Pflichtaufgabe auf dem Zettel: Lugano tritt beim Amateurklub Vedeggio Calcio in der ersten Runde des Schweizer Pokals an.
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