Mittlerweile ist sowieso alles egal, und Max Verstappen sah seinen kleinen Absturz in Austin positiv. „Das ist ein bisschen unglücklich gelaufen“, sagte er nach dem Qualifying, „aber dafür macht der Sonntag dann mehr Spaß.“ Denn im Grand Prix der USA (21.00 Uhr MESZ/Sky) wird der Weltmeister im Red Bull nur von Rang sechs starten - viel Verkehr also statt der nächsten Solo-Fahrt.
Seit zwei Wochen steht sein dritter Titel bereits fest, Verstappen kann es also verschmerzen: In der Formel 1 geht es in Texas unerwartet eng zu. Für die Spannung im WM-Kampf kommt das ein wenig spät, das 18. von 22 Saisonrennen könnte aber immerhin Abwechslung bringen.
Hamilton sieht Mercedes auf dem richtigen Weg
Denn der Monegasse Charles Leclerc im Ferrari holte seine dritte Pole Position der Saison, dahinter wird Lando Norris im McLaren starten. Der Brite darf in seinem 100. Rennen in der Königsklasse auf ein Top-Ergebnis hoffen.
Lewis Hamilton steht auf Rang drei und sieht Mercedes endlich wieder auf dem richtigen Weg. „Das ist eine Verbesserung“, sagte der Rekordweltmeister, „das ist eines der ersten Upgrades der vergangenen zwei Jahre, das ich wirklich spüre.“ Noch zwei bis drei solcher Schritte, so Hamilton, und Mercedes sei wieder dauerhaft im Rennen um Siege.
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Schon jetzt war es ein enger Kampf um die Pole zwischen Ferrari, Mercedes und Red Bull, an dessen Ende Verstappen ans Limit gehen musste - und dabei über das Ziel hinausschoss. Mit seinem letzten Versuch schob sich der Niederländer zwar doch noch an Leclerc vorbei, um fünf Tausendstelsekunden lag er vorne. Weil er dabei aber die Streckenbegrenzung überquerte, zählte diese Bestzeit nicht.
Nico Hülkenberg, dessen Haas-Team mit einem großen Update und einer Speziallackierung am Wagen zum Heimrennen angereist ist, belegte nur den enttäuschenden Startplatz 16.
Der Emmericher schied bereits im ersten Qualifying-Abschnitt aus - und war entsprechend unzufrieden. „Mist. Käse. Es hätte so viel mehr gehen können. Es ist mega frustrierend“, sagte Hülkenberg, dessen zweite Runde vom Verkehr ausgebremst wurde, bei Sky: „Es war ein unglückliches Timing und Pech.“
Verstappen peilt 50. Formel-1-Erfolg an
Verstappen hatte sich vor zwei Wochen in Katar vorzeitig den Titel gesichert, nachdem die Konstrukteurs-WM bereits zugunsten von Red Bull entschieden war. In Austin peilt er eigentlich seinen 50. Formel-1-Erfolg der Karriere an - unmöglich ist das Unterfangen trotz Startplatz sechs nicht.
„Das Auto hat sich nicht verhalten, wie es Max gerne gehabt hätte. Die starken Bodenwellen haben uns stärker irritiert als unsere Gegner“, sagte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko: „Vom sechsten Platz wird es schwer, aber es ist nicht unmöglich. Der Reifenverschleiß ist unsere Stärke.“
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