Russland

Erneut rätselhafter Todesfall in Russland: Transneft-Vizechef stirbt bei Fenstersturz

Der Unternehmer Andrej Badalow wurde vor seiner Moskauer Wohnung tot aufgefunden. Der Fall fügt sich ein in eine Reihe von mysteriösen Todesfällen führender russischer Persönlichkeiten.

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Der Unternehmer Andrej Badalow. Er wurde vor seiner Wohnung in Moskau tot aufgefunden, offenbar war er aus dem Fenster gestürzt.

Der Unternehmer Andrej Badalow. Er wurde vor seiner Wohnung in Moskau tot aufgefunden, offenbar war er aus dem Fenster gestürzt.

© ZUMA Press Wire

Der Vizepräsident von Transneft, Andrej Badalow, ist laut russischen Medien bei einem Sturz aus dem Fenster gestorben. Seine Leiche wurde demnach unter den Fenstern seines Hauses am Rublevskoye-Chaussee in Moskau gefunden. Ermittler und Polizeibeamte trafen den Berichten zufolge rasch am Tatort ein, um die Umstände des Vorfalls zu klären. Die Frau des Verstorbenen benötigte ebenfalls medizinische Hilfe.

Andrej Badalow war seit dem Jahr 2021 Vizepräsident des russischen Ölunternehmens Transneft. Transneft ist ein russisches Staatsunternehmen mit Firmensitz in Moskau, das die Erdöl-Pipelines des Landes betreibt. Zuvor arbeitete Badalow am Voskhod Research Institute, wo er sich mit der Automatisierung und Digitalisierung von Produktionsprozessen beschäftigte.

Zahlreiche bekannte russische Personen starben bei Stürzen aus Fenstern

Es ist nicht der erste Todesfall dieser Art in Russland. Im Oktober vergangen Jahres starb etwa der ehemalige Vizepräsident des aufgelösten Energiekonzerns Yukos, Michail Rogachev, offiziellen Angaben zufolge ebenfalls nach einem Sturz aus einem Fenster seiner Wohnung. Im Juli desselben Jahres war zudem die russische Ökonomin Valentina Bondarenko bei einem rätselhaften Fenstersturz aus ihrer Moskauer Wohnung im Alter von 82 Jahren ums Leben gekommen. Die genauen Umstände des mutmaßlichen Sturzes blieben auch in ihrem Fall unbekannt. Russischen Zeitungen zufolge war nicht klar, ob es sich um einen Unfall oder Suizid handelte.

Marina Jankina, die 58-jährige Chefin des Finanz-Departments des russischen Verteidigungsministeriums, wurde im Februar 2023 ebenfalls tot aufgefunden, nachdem sie in St. Petersburg aus einem Fenster gestürzt war. Wenige Tage zuvor ereilte den ehemaligen russischen Generalmajor Wladimir Makarow das gleiche Schicksal – nur wenige Wochen nachdem er aus dem Dienst entlassen wurde. Russischen Behörden zufolge handelte es sich um Selbstmord.

Ravil Maganov, Vorsitzender des Erdölkonzerns Lukoil, stürzte im September 2022 aus einem Fenster des Moskauer Zentralen Klinischen Krankenhauses, auch bekannt als Kreml-Klinik. Auch eine prominente Richterin starb, nachdem sie aus einem Moskauer Hochhaus gestürzt war.

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