Rainier feiert Rainier

Im richtigen Leben kommen Geburtstagsfeiern in Abwesenheit des Jubilars kaum vor, dafür aber in diplomatischen Kreisen. Und so traf man sich am Mittwochabend im Ritz-Carlton Schlosshotel und defilierte an einem mit Kerzen geschmückten Porträtfoto des monegassischen Monarchen Fürst Rainier III. vorbei. Anlass war der 78. Geburtstag des Fürsten am Donnerstag. Monacos außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter in Deutschland, Rainier Imperti, kam für den Geburtstagsempfang aus Bonn nach Berlin. Und erzählte schon einmal, dass im Herbst dann der Umzug der Botschaft vom Rhein an die Spree bevorsteht. Die Büros werden sich dann im Klingelhöfer Dreieck befinden, die Residenz des Botschafters wird in der Bismarckallee in Grunewald hergerichtet. Was dem empfindlichen Gehör des Diplomaten Rechnung trägt. Denn der sagt so erstaunliche Sätze über seine Heimat wie: "Monaco war mir eigentlich immer zu laut."Die Lautstärke ist für Giovanni Lajola, den Apostolischen Nuntius in Deutschland, nicht das wesentliche Problem am Fürstentum. Der Vatikanvertreter: "Monaco ist für mich eine schöne Postkarte. Ein Ort der schönen Gesellschaft, ein Ort für die Leute, die Geld haben. Aber kein Ort für einen Priester." Unter den Gästen des Empfangs: Terry Snell (Geschäftsträger der US-Botschaft), Mats Hellström (Schwedens Botschafter), ADAC-Berlin-Brandenburg-Chef Wolf Wegener (Honorarkonsul von Monaco).----Kennen Sie Siegmund von Treibner? Nein? - Durchaus möglich, dass Sie diesen unangenehmen Typen kennen lernen werden. Ein Steuerfahnder dieses Namens wurde soeben von einem Frankfurter Finanzamt nach Berlin versetzt. Und wird hier demnächst die Steuersünder drangsalieren. Seine Arbeitszeiten sind für einen Beamten ungewöhnlich. Er fängt nach 20 Uhr an und hat gegen Mitternacht Feierabend. Ein Büro hat er nicht, denn Siegmund von Treibner arbeitet im Zelt. Über dem Eingang steht nicht "Finanzamt - Außenstelle" sondern "Pomp Duck and Circumstance", Steuerfahnder von Treibner ist die Lachnummer in der aktuellen Show des Restaurant-Theaters.Im richtigen Leben heißt Treibner Chin Meyer, zumindest nennt er sich so. Im Ausweis steht Christian statt Chin, aber als Kabarettist und Schauspieler mit Namen Christian Meyer hätte man doch Mühe, sich von all den Christians und Meyers abzuheben. Zurzeit sucht er in Berlin eine Wohnung. Oder besser zwei in einem Haus. Meyer ist frisch liiert mit der Opernsängerin Katja Beer, die er bei "Pomp" kennen gelernt hat. "Durchaus möglich, dass ich nach dem Gastspiel in Berlin hängen bleibe." Am 23. August ist Premiere auf dem Gleisdreieck. Und demnächst muss Meyer sicher wieder den Sachbearbeiter auf seinem Finanzamt anrufen: "Wir telefonieren immer, wenn ich mit meinen Zahlungen in Verzug bin."(Mitarbeit: Astrid Hegenauer)BERLINER ZEITUNG/MAX LAUTENSCHLÄGERMonacos Botschafter Rainier Imperti bat am Mittwoch zum Geburtstagsempfang für Fürst Rainier III.---leute Telefon 23 27 53 96 Telefax 23 27 51 14BERLINER ZEITUNG/CHRISTIAN SCHULZ "Steuerfahnder" Chin Meyer quält die "Pomp"-Gäste mit ...

BLZ
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Im richtigen Leben kommen Geburtstagsfeiern in Abwesenheit des Jubilars kaum vor, dafür aber in diplomatischen Kreisen. Und so traf man sich am Mittwochabend im Ritz-Carlton Schlosshotel und defilierte an einem mit Kerzen geschmückten Porträtfoto des monegassischen Monarchen Fürst Rainier III. vorbei. Anlass war der 78. Geburtstag des Fürsten am Donnerstag. Monacos außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter in Deutschland, Rainier Imperti, kam für den Geburtstagsempfang aus Bonn nach Berlin. Und erzählte schon einmal, dass im Herbst dann der Umzug der Botschaft vom Rhein an die Spree bevorsteht. Die Büros werden sich dann im Klingelhöfer Dreieck befinden, die Residenz des Botschafters wird in der Bismarckallee in Grunewald hergerichtet. Was dem empfindlichen Gehör des Diplomaten Rechnung trägt. Denn der sagt so erstaunliche Sätze über seine Heimat wie: "Monaco war mir eigentlich immer zu laut."Die Lautstärke ist für Giovanni Lajola, den Apostolischen Nuntius in Deutschland, nicht das wesentliche Problem am Fürstentum. Der Vatikanvertreter: "Monaco ist für mich eine schöne Postkarte. Ein Ort der schönen Gesellschaft, ein Ort für die Leute, die Geld haben. Aber kein Ort für einen Priester." Unter den Gästen des Empfangs: Terry Snell (Geschäftsträger der US-Botschaft), Mats Hellström (Schwedens Botschafter), ADAC-Berlin-Brandenburg-Chef Wolf Wegener (Honorarkonsul von Monaco).----Kennen Sie Siegmund von Treibner? Nein? - Durchaus möglich, dass Sie diesen unangenehmen Typen kennen lernen werden. Ein Steuerfahnder dieses Namens wurde soeben von einem Frankfurter Finanzamt nach Berlin versetzt. Und wird hier demnächst die Steuersünder drangsalieren. Seine Arbeitszeiten sind für einen Beamten ungewöhnlich. Er fängt nach 20 Uhr an und hat gegen Mitternacht Feierabend. Ein Büro hat er nicht, denn Siegmund von Treibner arbeitet im Zelt. Über dem Eingang steht nicht "Finanzamt - Außenstelle" sondern "Pomp Duck and Circumstance", Steuerfahnder von Treibner ist die Lachnummer in der aktuellen Show des Restaurant-Theaters.Im richtigen Leben heißt Treibner Chin Meyer, zumindest nennt er sich so. Im Ausweis steht Christian statt Chin, aber als Kabarettist und Schauspieler mit Namen Christian Meyer hätte man doch Mühe, sich von all den Christians und Meyers abzuheben. Zurzeit sucht er in Berlin eine Wohnung. Oder besser zwei in einem Haus. Meyer ist frisch liiert mit der Opernsängerin Katja Beer, die er bei "Pomp" kennen gelernt hat. "Durchaus möglich, dass ich nach dem Gastspiel in Berlin hängen bleibe." Am 23. August ist Premiere auf dem Gleisdreieck. Und demnächst muss Meyer sicher wieder den Sachbearbeiter auf seinem Finanzamt anrufen: "Wir telefonieren immer, wenn ich mit meinen Zahlungen in Verzug bin."(Mitarbeit: Astrid Hegenauer)BERLINER ZEITUNG/MAX LAUTENSCHLÄGERMonacos Botschafter Rainier Imperti bat am Mittwoch zum Geburtstagsempfang für Fürst Rainier III.---leute Telefon 23 27 53 96 Telefax 23 27 51 14BERLINER ZEITUNG/CHRISTIAN SCHULZ "Steuerfahnder" Chin Meyer quält die "Pomp"-Gäste mit Vergnügen.

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