Kriminalität

Till Lindemann: Offenbar Mordaufrufe zu seinem 61. Geburtstag

Frauen warfen dem Rammstein-Sänger sexuelle Übergriffe vor, die Ermittlungen gegen ihn wurden eingestellt. Trotzdem gab es wohl Schmierereien zu seinem 61. Geburtstag.

Christian Gehrke Team News chg
2 Min
Till Lindemann während eines Rammstein-Konzerts im Berliner Olympiastadion im Juli 2023. 

Till Lindemann während eines Rammstein-Konzerts im Berliner Olympiastadion im Juli 2023. 

© Volkmar Otto

In Berlin-Prenzlauer Berg haben Unbekannte den Bürgersteig mit dem Spruch „Kill Till“ (Tötet Till) beschmiert. Adressat der Schmierereien ist offenbar Rammstein-Sänger Till Lindemann, dem im Sommer mehrere Frauen sexuelle Übergriffe vorgeworfen hatten. Lindemann hat eine Wohnung in Prenzlauer Berg. Der Sänger feierte am Donnerstag seinen 61. Geburtstag. Dass die Polizei Berlin wegen der Sprüche auf dem Bürgersteig ermittelt, konnte sie am späten Abend auf Anfrage dieser Zeitung zunächst nicht bestätigen.

Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelte gegen Lindemann wegen der Vorwürfe, die von den Frauen erhoben worden waren. Diese Ermittlungen wurden schließlich eingestellt. Der Sänger ist damit aus juristischer Sicht unschuldig.

Till Lindemann: Das warfen ihm die Frauen vor

Frauen hatten im Internet oder in Medienberichten Situationen geschildert, die sie teils als beängstigend empfunden hätten. Junge Frauen seien während Konzerten ausgewählt und gefragt worden, ob sie zur Aftershowparty kommen wollten. Dabei soll es nach Schilderungen einiger Frauen auch zu sexuellen Handlungen gekommen sein.

Lindemann hatte Vorwürfe gegen sich zurückgewiesen und tut dies bis heute. Die Staatsanwaltschaften in Berlin und Litauen stellten Untersuchungen wegen der Vorwürfe ein. Die Auswertung der verfügbaren Beweismittel habe keine Anhaltspunkte dafür erbracht, dass Lindemann „sexuelle Handlungen an Frauen gegen deren Willen vorgenommen“ habe, teilte die Staatsanwaltschaft in Berlin mit.

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