„Ganz viel hält mich in der ostdeutschen Provinz, sagt Jassin Awadallah im Interview mit der Berliner Zeitung. „Ich komme ja von da. Ich mag die Menschen. Ich mag sie sehr, sehr gerne.“ Sein Umfeld habe seinen Charakter geprägt, so der 19-jährige Rapper aus Lutherstadt Wittenberg. „Ich mag die Ehrlichkeit und die Härte im Osten. Ich mag es, nicht gleich jedem Menschen zu trauen. Mit dieser Skepsis bin ich aufgewachsen.“ Das habe zwar auch Nachteile. „Aber ich glaube, das hat mich geformt und ist in mir.“
Ein Semester lang hat Jassin Jazzgesang in Köln studiert - und fand die Mentalität der Wessis zunächst irritierend: „Ich als Ostdeutscher kenne es eher so: Du musst dich erstmal beweisen. So kenne ich die Mentalität im Osten. Man fragt erstmal: Wer bist du? Man gehört erstmal nicht dazu, egal bei welcher Gruppe. Aber wenn man sich bewiesen hat, dann zeigen die Leute Herz.“
Trotzdem glorifiziert Jassin den Osten nicht bedingungslos. Er berichtet auch von Rassismus, den er als Kind erlebt hat – und von Reichsflaggen in ostdeutschen Kleingartenkolonien. Gerade hat Jassin (der am 16. November Support beim Berlin-Konzert von Apsilon spielt) übrigens seine erste eigene Konzerttournee bekanntgegeben. Die führt ihn am 16. April 2025 nach Leipzig und einen Tag später, am 17. April, nach Berlin ins Columbia Theater. Die Stadt, in der seine Karriere auch so richtig Fahrt aufnahm.
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Jassin, der Rapper der Stunde aus Sachsen-Anhalt: „Ich mag die Ehrlichkeit und die Härte im Osten“
Jassin, 19, aus Sachsen-Anhalt: „Wo fing die Sch... an, seit wann läuft’s so verkehrt?“
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